Fuchsbandwurm, Hundebandwurm

Fuchsbandwurm, Hundebandwurm: Verlauf

Stand: 28. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm oder dem Hundebandwurm hängt der Verlauf der von den Bandwurmlarven hervorgerufenen Erkrankung (sog. Echinokokkose) von mehreren Faktoren ab:

  • Wie viele Zysten haben die Larven gebildet und wie groß sind sie?
  • Welches Organ ist befallen?
  • Wie alt sind die Betroffenen?
  • Ist es möglich, die Parasiten operativ zu entfernen?

Die großen Zysten (Blasen), die für die vom Hundebandwurm verursachte zystische Echinokokkose typisch sind, lassen sich meist leichter chirurgisch entfernen als die vielen kleinen Bläschen (Alveolen) bei der durch den Fuchsbandwurm ausgelösten alveolären Echinokokkose. Es kann jedoch zu ernsten Komplikationen kommen, wenn der Operateur die Zyste bei der Operation versehentlich verletzt: Dann entweichen die Parasiten massenhaft und können sich weiterentwickeln. Außerdem kann durch das im Körper freigesetzte Bandwurmgewebe ein anaphylaktischer Schock entstehen.

Nach einer Therapie kommt es vor allem beim Fuchsbandwurm im weiteren Verlauf relativ häufig zu Rückfällen. Erfolgt bei einem Befall mit dem Fuchsbandwurm keine Behandlung, endet die Infektion tödlich.

Weiterlesen: Fuchsbandwurm, Hundebandwurm: Vorbeugen

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