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Stand: 27. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Ciguatera-Fischvergiftung liegen als Ursachen bestimmte giftige Substanzen zugrunde: Ciguatoxin und Maitotoxin. Diese Nervengifte gelangen über den Verzehr von Fischen in den Menschen. Sie sind fettlöslich (was ihre Aufnahme zusätzlich begünstigt) und hitzestabil, sodass man sie durch Braten oder Kochen der Fische nicht zerstören kann.
Der Fisch selbst, dessen Verzehr die Ciguatera-Fischvergiftung verursacht hat, ist jedoch selbst nicht giftig – die Ursachen für seine Giftigkeit sind am Anfang seiner Nahrungskette zu finden: Auf verschiedenen, mit bloßem Auge sichtbaren Algen, die auf Korallenriffen vorkommen, leben bestimmte Kleinstlebewesen – sogenannte Dinoflagellaten der Art Gambierdiscus toxicus: Diese bilden die für die Ciguatera-Fischvergiftung verantwortlichen Nervengifte. Eine Reihe pflanzenfressender Fische, wie Doktor- oder Papageifische, fressen die Algen und nehmen dabei das Gift auf. Das Gift sammelt sich im Gewebe der Fische an, wobei den Fischen selbst die Vergiftung mit dem Nervengift nicht anzumerken ist. Raubfische fressen die kleinen kontaminierten Fische und entwickeln, wenn sie auf dem Teller landen, toxische Wirkungen beim Menschen. Zu diesen Fischen, deren Verzehr die Ciguatera-Fischvergiftung verursacht, zählen beispielsweise Muränen, Snapper, Barrakudas, Makrelen und verschiedene Barsche. Große Raubfische sind besonders stark kontaminiert.
Bei der Ciguatera-Fischvergiftung beträgt die Zeit von der Aufnahme des Gifts bis zum Ausbruch der Fischvergiftung (Inkubationszeit) etwa 1 bis 30 Stunden.
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