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Dünndarmtumoren
DünndarmtumorStand: 25. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Als Dünndarmtumor bezeichnet man sowohl gutartige Geschwulste (Dünndarmpolypen) als auch bösartige Geschwulste (Dünndarmkrebs), die sich im etwa vier bis sieben Meter langen Dünndarm entwickeln. Die allermeisten Dünndarmtumoren sind gutartig. Weshalb ein Dünndarmtumor entsteht, ist bisher nicht vollständig bekannt. Es gibt jedoch einige Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Tumoren im Dünndarm verbunden sind: zum Beispiel Morbus Crohn (eine chronisch entzündliche Darmerkrankung) oder bestimmte Erbkrankheiten (familiäre Polyposis-Syndrome, Peutz-Jeghers-Syndrom). Auch Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr – wie bei einer HIV-Infektion oder nach einer Organtransplantation – haben häufiger Dünndarmtumoren. Entsteht ein Dünndarmtumor, läuft dies zunächst ohne typische Symptome ab, die frühzeitig auf einen Tumor hinweisen. In der Regel verursacht ein Dünndarmtumor erst mit zunehmender Größe Beschwerden wie Blutungen, Bauchschmerzen und Übelkeit auf. Daher erfolgt die Diagnose oft spät. Jeder Dünndarmtumor – egal ob Dünndarmpolyp oder Dünndarmkrebs – kann jedoch im Extremfall einen Darmverschluss (Ileus) auslösen, der lebensbedrohlich ist und eine sofortige Operation nötig macht. Typische Symptome für einen Darmverschluss durch einen Tumor im Dünndarm sind:
Bei einem Dünndarmtumor besteht die Behandlung vorrangig darin, den Tumor operativ zu entfernen. Dies gilt auch für einen gutartigen Dünndarmtumor, denn: Dünndarmpolypen können im Dünndarm Blutungen verursachen oder den Darm einengen. Wenn sich ein bösartiger Tumor im Dünndarm für eine operative Entfernung schon zu stark ausgebreitet hat, besteht die Möglichkeit, ihn vor einer Operation mit einer kombinierten Strahlenchemotherapie zu verkleinern. Bei einer bestimmten Form von Dünndarmkrebs, dem Dünndarmlymphom, reicht auch eine alleinige Strahlenchemotherapie als Therapie aus. Da jeder Dünndarmtumor ständig an Größe zunimmt, hängt der Verlauf stark vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Ein gutartiger Polyp im Dünndarm verläuft meist günstig. Bei Dünndarmkrebs ist die Prognose jedoch weniger gut. Dennoch ist die Lebenserwartung bei etwa der Hälfte der Betroffenen ab dem Zeitpunkt der Diagnose höher als fünf Jahre. Weiterlesen: Dünndarmtumoren: Definition Das könnte Sie auch interessieren
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