Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Darmkrebs (Kolonkarzinom, kolorektales Karzinom) > Vorbeugen
Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wer Darmkrebs (Kolonkarzinom, Rektumkarzinom) vorbeugen möchte, sollte Wert auf die Früherkennung legen: Je früher man Darmkrebs erkennt und behandelt, desto besser ist auch die Prognose. Jeder sollte die jährliche Untersuchung zur Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr wahrnehmen. Außerdem gehört auch die Darmspiegelung (Koloskopie) ins Krebs-Früherkennungsprogramm. Ab einem Alter von 55 Jahren hat jeder Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren – die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten für diese Form der Darmkrebsvorsorge.
Da es eine Reihe vererbbarer Erkrankungen gibt, die mit einem Kolonkarzinom in Zusammenhang stehen, sollten Personen, in deren Verwandtschaft Darmkrebs aufgetreten ist, ihren Arzt um Rat fragen und auf mögliche Symptome achten.
Mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen des Darms kann der Arzt leicht mit dem Finger tasten oder mit einer Spiegelung des Enddarms entdecken. Zu jeder körperlichen Untersuchung – besonders im Rahmen einer Krebsvorsorge – gehört diese Tastuntersuchung. Sie sollte auch dann erfolgen, wenn keine Symptome aufgetreten sind, die auf einen Darmkrebs hinweisen könnten.
Wenn Blutauflagerungen auf dem Stuhl vorkommen, könnte Darmkrebs dahinter stecken. In den meisten Fällen handelt es sich aber um harmlose Hämorrhoiden. Diese dürfen jedoch nicht vorschnell als alleinige Ursache der Blutauflagerungen abgehandelt werden, sondern erfordern eine Abklärung durch einen Arzt.
In den Industrieländern kommt Darmkrebs wahrscheinlich deshalb sehr viel häufiger vor als in sozioökonomisch weniger weit entwickelten Ländern, weil die Nahrung insgesamt relativ faserarm (ballaststoffarm) ist. Ballaststoffreiche Kost kann das Risiko für Darmkrebs senken. Derzeit gehen Wissenschaftler davon aus, dass vorwiegend Ballastoffe aus Vollkorn- und Getreideprodukten dafür verantwortlich sind. Achten Sie deshalb darauf, dass genügend Vollkornprodukte auf Ihrem Speiseplan stehen und genießen Sie Fleisch und fettreiche Lebensmittel nur in Maßen.
Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen können das Darmkrebs-Risiko ebenfalls erhöhen. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, sein Normalgewicht hält (BMI < 25 kg/m 2) und nicht raucht, trägt nicht nur ein deutlich geringeres Risiko, an Darmkrebs (Kolonkarzinom, Rektumkarzinom) zu erkranken, sondern ist auch vor vielen weiteren Krebserkrankungen sowie vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser geschützt.
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