Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Darmkrebs (Kolonkarzinom, kolorektales Karzinom) > Verlauf
Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Je früher Darmkrebs – also Dickdarmkrebs wie das Kolonkarzinom und das Rektumkarzinom (kolorektales Karzinom) – erkannt wird, desto besser kann man den Verlauf beeinflussen und desto besser ist auch die Prognose. Je nach Stadium, in dem der Darmkrebs behandelt wird, ändern sich die Heilungschancen: 95 Prozent der Patienten mit Rektumkarzinom oder Kolonkarzinom in einem frühen Stadium (Stadium I) überleben die nächsten fünf Jahre. Wenn der Darmkrebs aber bereits weit fortgeschritten war, sinken die Heilungschancen deutlich.
In 10 bis 30 Prozent der Fälle, kann es im Bereich eines entfernten Darmkrebs-Tumors wieder zu einer bösartigen Geschwulst kommen. Man spricht dann von einem lokalen Rezidiv. Bei Darmkrebs hängen Verlauf und Prognose auch damit zusammen, ob sich Tochtergeschwulste in anderen Organen (Fernmetastasen) bilden. Hauptsächlich sind die Leber und Lunge betroffen. Sind Metastasen vorhanden, spricht das für ein bereits fortgeschrittenes Erkrankungsstadium. Hier lassen sich dann die Heilungschancen durch speziell gegen die Tochtergeschwulste gerichtete Therapien (z.B. operatives Entfernen einzelner Darmkrebs-Metastasen) verbessern.
Im fortgeschrittenen Darmkrebs-Stadium kann es aufgrund der Tumorgröße und dem Befall von Nachbarorganen zu Folgeerkrankungen kommen. Blutet der Tumor stark, kann sich eine Blutarmut (Anämie) entwickeln. Wächst der Tumor sehr schnell, kann die Stuhlpassage erschwert oder unmöglich werden. Ein solcher Darmverschluss (Ileus) macht eine rasche Operation oft unumgänglich.
Eine sofortige Operation ist ebenfalls notwendig, wenn der Tumor die äußere Darmwand durchbrochen hat und Darminhalt in den offenen Bauchraum gelangt. Dabei entstehen starke, plötzlich einsetzende Schmerzen und es kann zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) kommen.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sollte man regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Darmkrebs-Nachsorge wahrnehmen, damit ein Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) möglichst frühzeitig erkannt werden kann. Zu den Nachsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs gehören eine körperliche Untersuchung, eine Darmspiegelung, Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums und die Bestimmung des sogenannten CEA-Werts (Tumormarker) im Blut. Häufigkeit, Dauer und Inhalte der Nachsorge richten sich nach der Tumorart, der Tumorausbreitung, dem Operationserfolg, der gewählten Nachbehandlung und dem Gesundheitszustand des Operierten.
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