Darmkrebs, Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom Rektumkarzinom)

Dickdarmkrebs-Therapie

Stand: 28. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Darmkrebs-Therapie besteht in der Regel in einer Operation, in der die Chirurgen versuchen, das Tumorgewebe möglichst vollständig zu entfernen. Das Ausmaß der Darmkrebs-Operation richtet sich nach der Blutversorgung des betroffenen Darmabschnitts und nach dem Abfluss von Gewebswasser (Lymphabfluss). So kann es bei einem Krebs im aufsteigenden Dickdarm-Abschnitt nötig sein, den halben Dickdarm zu entfernen (Hemikolektomie). Bei einem Krebs im quer verlaufenden Dickdarm müssen größere Teile des Darms entfernt werden, da hier vielfältige Querverbindungen zwischen den Blutgefäßen aller Dickdarm-Anteile bestehen und weit verstreute Tochtergeschwulste in den Lymphknoten entstanden sein könnten.

Eine Strahlentherapie ist bei Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom), im Gegensatz zur Behandlung bei Mastdarm- beziehungsweise Enddarmkrebs (Rektumkarzinom), nicht die Regel. Die Chemotherapie und die operative beziehungsweise Lasertherapie bei vorhandenen Lebermetastasen entsprechen im Wesentlichen der des Mastdarmkrebses.

Mastdarm-/Enddarmkrebs (Rektumkarzinom)

Bei Mastdarm-/Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) ist die wichtigste Therapie die Operation. Dabei wird eine sogenannte en-bloc-Resektion durchgeführt. Bei diesem Eingriff entfernen die Operateure den Krebs in seiner gesamten Ausdehnung einschließlich eines mehrere Zentimeter breiten Rands aus gesundem Gewebe und mitsamt seiner Blutgefäße und Lymphknoten. Liegt der Tumor mehr als fünf Zentimeter oberhalb des Analkanals, können der normale Stuhlgang und die normale Schließmuskel-Funktion in der Regel erhalten bleiben. Ist der Krebs sehr dicht am Analkanal gelegen, ist meist ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) notwendig.

In der Regel wird bei einem Mastdarmkrebs nach der Operation eine Strahlentherapie durchgeführt. Nur in frühen Tumorstadien, wenn die Lymphknoten noch nicht befallen sind und ein Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) unwahrscheinlich ist, kann man auf diese Bestrahlung verzichten. Je nach Tumorgröße und Lage kann vor der Operation auch eine Tumorverkleinerung mittels Chemotherapie und Bestrahlung (simultane Radiochemotherapie) notwendig sein. Auch nach einer erfolgreich verlaufenden Darmkrebs-Operation mit kompletter Krebsentfernung kann man mithilfe einer Chemotherapie verhindern, dass der Tumor wieder auftritt.

Weiterlesen: Darmkrebs (Kolonkarzinom, kolorektales Karzinom): Therapie – Medikamente bei der Chemotherapie

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