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Campylobacter-Infektion (Campylobacteriose)

Campylobacter-Infektion: Verlauf

Stand: 15. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Campylobacter-Infektion (Campylobacteriose) nimmt in der Regel einen gutartigen Verlauf: In den meisten Fällen heilt eine Darmentzündung (Enteritis) durch Bakterien der Gattung Campylobacter folgenlos aus – auch ohne Antibiotika-Behandlung. Bei 10 bis 20 Prozent der Betroffenen und besonders bei Kindern kann eine Campylobacter-Infektion jedoch erneut auftreten oder chronische Darmentzündungen hervorrufen.

Eine durch Campylobacter fetus verursachte Campylobacteriose ist selten, zeigt aber wegen der häufig vorliegenden Grunderkrankung meist einen schweren Verlauf. Neben dem Darm können bei einer Campylobacter-Infektion durch Campylobacter fetus weitere Organe von Entzündungen betroffen sein, die in einigen Fällen ein lebensbedrohliches Ausmaß annehmen.

Komplikationen

In einigen Fällen können bei einer Campylobacter-Infektion (Campylobacteriose) im weiteren Verlauf Komplikationen auftreten: Da die Darmentzündung (Enteritis) die Darmwand schädigt, ist diese besonders anfällig für eine Infektion mit weiteren bakteriellen Erregern. Daher sind Mischinfektionen mit Salmonellen, Shigellen, Escherichia coli und Rotaviren möglich. Eine mögliche Mischinfektion ist bei der Diagnose und Therapie zu berücksichtigen.

Weitere mögliche Komplikationen der Campylobacter-Infektion sind Gelenkentzündungen (Arthritiden), die als Folgeerkrankung ein bis zwei Wochen nach Ende der Durchfallerkrankung auftreten können. Sie halten einige Wochen an, nehmen aber einen selbstlimitierenden Verlauf (d.h., sie verschwinden von selbst wieder). In einzelnen Fällen kommt es außerdem nach einer Campylobacteriose zur als Guillain-Barré-Syndrom bezeichneten Komplikation: Hierbei entzünden sich Nervenwurzeln im Rückenmark und in den Nerven. Das Guillain-Barré-Syndrom entwickelt sich häufig nach einem Infekt der oberen Luftwege oder des Magen-Darm-Trakts. Besteht ein Zusammenhang zwischen einem solchen Infekt und dem Guillain-Barré-Syndrom, ist in den meisten Fällen eine vorherige Campylobacter-Infektion nachweisbar.

Weiterlesen: Campylobacter-Infektion: Vorbeugen

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