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Botulismus

Botulismus: Definition

Stand: 23. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Botulismus ist eine lebensbedrohliche Vergiftung mit einem Bakteriengift. In Deutschland handelt es sich bei Botulismus meist um eine schwere Lebensmittelvergiftung. Dies zeigt sich auch am Namen der Erkrankung: Die Bezeichnung Botulismus ist vom lateinischen Wort botulus abgeleitet, was "Wurst" bedeutet. Verunreinigte beziehungsweise schlecht konservierte Wurstkonserven sind ein besonders häufiger Verursacher des Botulismus.

Das Toxin, das Botulismus hervorruft, ist das sogenannte Botulinumtoxin. Ein Toxin ist ein Giftstoff, der von Mikroorganismen, beispielsweise Bakterien, aber auch von Pflanzen oder Tieren gebildet wird und nach einer bestimmten Inkubationszeit (Zeit bis Symptome auftreten) im Körper eine typische Wirkung zeigt.

Das Botulinumtoxin wird von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet. Es ist ein Nervengift, welches die neuromuskuläre Übertragung, also die Übertragung eines Nervensignals auf eine Muskelzelle, blockiert. Die Folge ist eine schlaffe Lähmung des betroffenen Muskels. Das Botulinumtoxin ist das stärkste natürliche von Bakterien gebildete Gift. Bereits kleinste Mengen sind für den Menschen tödlich.

Der Verdacht auf Botulismus, die Erkrankung und der Tod durch Botulismus sind laut Infektionsschutzgesetz in Deutschland meldepflichtig.

Weiterlesen: Botulismus: Definition – Häufigkeit

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