Startseite > Krankheiten > Magen-Darm-Erkrankungen > Analkarzinom (Analkrebs) > Definition
Stand: 27. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Das Analkarzinom (Analkrebs) ist eine bösartige Gewebeneubildung im drei bis sechs Zentimeter langen Analkanal vor dem After. Auch wenn das Analkarzinom den Dickdarmtumoren zugeordnet wird, unterscheidet es sich doch grundlegend von den Karzinomen des Rektums und des übrigen Dickdarms.
Im Analkanal geht die Schleimhaut des Enddarms allmählich in die Haut des Afters (Anus) über. Diese Übergangszone ist anatomisch kompliziert aufgebaut und ausgesprochen empfindlich. Die bösartigen Tumoren des Analkanals ähneln hinsichtlich ihrer Biologie, der Reaktionen auf therapeutische Maßnahmen und auch ihrer Risikofaktoren meist mehr den Plattenepithelkarzinomen der Haut als den bösartigen Tumoren des Darms (Adenokarzinome). Plattenepithelkarzinome machen circa 75 Prozent der Analkarzinome aus. Sie werden auch kloakogene Karzinome genannt.
Analkrebs, der am Afterrand entsteht, wird als entsprechend auch Analrandkarzinom bezeichnet. Es zählt zu den Hauttumoren.
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