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Stand: 29. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine Analfissur zeigt unter geeigneter Behandlung meist einen guten Verlauf. Komplikationen sind dennoch möglich, denn eine chronische Analfissur ist eine offene Wunde, in die fortwährend Keime gelangen. Ohne Therapie heilt die Schleimhaut nur schwer ab und eine chronische Entzündung ist möglich. Die Entzündung kann dazu beitragen, dass sich Analfisteln ausbilden. Dabei entsteht vom Grund der Wunde ausgehend ein Kanal, der den inneren Schließmuskel durchbohrt. Die Entzündung kann sich dadurch in das umliegende Gewebe ausbreiten.
Ein Analabszess gehört bei einer Analfissur oder einer Analfistel ebenfalls zu den möglichen Komplikationen. Ein Abszess ist eine lokalisierte Entzündung mit Eiterbildung, die sich im Bindegewebe abkapselt. Der Analabszess erzeugt eine gerötete, prall elastische Schwellung, die zu heftigen Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost führen kann. In diesem Fall ist eine sofortige operative Behandlung notwendig.
Inwieweit eine Analfissur eine Nachsorge erfordert, richtet sich nach der Stärke der Beschwerden und der gewählten Behandlungsmethode. Eine akute Analfissur heilt in den meisten Fällen spontan oder durch eine entsprechende Therapie nach einigen Wochen ab. Im Fall einer operativen Behandlung der Analfissur gelten bei der Nachsorge die Prinzipien einer offenen Wundbehandlung. Sitzbäder und Salbenverbände unterstützen die Wundheilung, die in der Regel mehrere Wochen dauert. Um den Stuhl weich zu halten sowie Schmerzen und einen erneuten Krankheitskreislauf zu vermeiden, ist es wichtig, auf eine ausgewogene, ballaststoffreiche Ernährung zu achten. Abführmittel sollten nicht oder nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Bei der Analpflege empfiehlt sich ein schonendes Ausduschen des Afters, da Abwischen die Wunde reizt.
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