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Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Im Rahmen einer Amöbenruhr treten selten gefährliche Komplikationen auf – sie sind aber nicht generell auszuschließen. So ist in schlimmen Fällen ein Darmdurchbruch (Perforation) mit einer Entzündung des Bauchfells (Peritonitis) möglich. Außerdem kann es zu einer sogenannten nekrotischen Kolitis kommen. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Dickdarmschleimhaut mit Absterben des Gewebes, die von hohem Fieber und blutigen Durchfällen begleitet wird.
Zu den weiteren Amöbenruhr-Komplikationen gehört auch das sogenannte toxische Megakolon, das allerdings extrem selten auftritt. Dabei kommt es zu einer raschen Verschlechterung der Symptome mit Erbrechen, Schockzustand, Erweiterung des Dickdarms und Gefahr einer Perforation.
Wird die Amöbenruhr frühzeitig diagnostiziert, ist die Prognose meist gut. Die Erkrankung kann so rechtzeitig behandelt werden und heilt folgenlos aus. Bei zu später Diagnose können schwere bis tödliche Krankheitszustände auftreten.
Bei einer Amöbenruhr ist kein direktes Vorbeugen durch eine Impfung oder Medikamente möglich. Auch weil die Erkrankung häufig keine Beschwerden bereitet, werden Infizierte nicht immer erkannt. Daher ist Hygiene der beste Schutz vor einer Infektion, besonders in Risikogebieten. Wenn Sie also in die Tropen oder in Gebiete mit schlechten hygienischen Verhältnissen reisen, sollten Sie folgende Maßnahmen beachten:
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