Lymphom im Gehirn (zerebrales Lymphom)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Mai 2015)

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Ein Lymphom im Gehirn (zerebrales Lymphom) ist eine Geschwulst aus bestimmten Zellen des Immunsystems – den Lymphozyten. Verglichen mit anderen Hirntumoren ist das Hirnlymphom selten: Nur zwei bis drei Prozent aller Tumoren des Gehirns sind Lymphome.

Ein Lymphom im Gehirn entsteht entweder innerhalb des Gehirns (primär) oder außerhalb (sekundär) aus entarteten Lymphozyten. Diese Lymphzellen gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und sind eigentlich Teil der körpereigenen Abwehr. In der Regel zählen Lymphome im Gehirn zur Gruppe der bösartigen (malignen) Non-Hodgkin-Lymphome. Als mögliche Auslöser für ihre Entstehung zählen zum Beispiel:

Die genaue Ursache für die Entartung der Lymphozyten ist jedoch unbekannt. Allgemein haben Menschen mit einem gesunden Immunsystem ein geringeres Risiko für ein zerebrales Lymphom als solche mit geschwächter oder gestörter Immunabwehr (z.B. bei einer HIV-Infektion oder nach einer Organtransplantation).

Wie bei jedem anderen Hirntumor sind die durch ein Lymphom im Gehirn verursachten Symptome abhängig von dessen Größe und Lage. Erste Anzeichen für ein Hirnlymphom sind häufig Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Ein zerebrales Lymphom führt bei etwa der Hälfte der Betroffenen zu Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und Persönlichkeitsveränderungen. In seltenen Fällen können zerebrale Lymphome auch epileptische Anfälle auslösen.

Normalerweise diagnostiziert der Arzt ein Lymphom im Gehirn mithilfe von modernen Schnittbildverfahren wie der kranialen Computertomographie (CCT) und der Magnetresonanztomographie (MRT). Um ein zerebrales Lymphom sicher nachzuweisen, ist jedoch eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem Tumorgewebe nötig.

Zur Behandlung eines zerebralen Lymphoms kommt meist eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie zum Einsatz. Die kombinierte Therapie kann den weiteren Verlauf der Tumorerkrankung günstig beeinflussen und die Überlebenszeit verlängern.


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