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Lymphom im Gehirn (zerebrales Lymphom)ForumKrebs- erkrankungen
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Lymphom im Gehirn (zerebrales Lymphom)Stand: 17. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Ein Lymphom im Gehirn (zerebrales Lymphom) ist eine Geschwulst aus bestimmten Zellen des Immunsystems. Hirnlymphome sind – verglichen mit anderen Hirntumoren – selten: Nur etwa drei Prozent aller Tumoren des Gehirns sind Lymphome. Ein Lymphom im Gehirn entsteht entweder innerhalb des Gehirns (primär) oder außerhalb (sekundär) aus entarteten Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen gehören. Dabei sind primäre Hirnlymphome seltener als sekundäre. Primäre Lymphome im Gehirn zählen in der Regel zur Gruppe der bösartigen Non-Hodgkin-Lymphome. Mögliche Auslöser für ihre Entstehung sind Virusinfektionen, bestimmte Chemikalien, ionisierende Strahlen und erblich bedingte Faktoren. Die genauen Ursachen für die Entartung der Lymphozyten sind jedoch unbekannt. Menschen mit einem gesunden Immunsystem haben ein geringeres Risiko, ein zerebrales Lymphom zu entwickeln, als solche mit geschwächter oder gestörter Immunabwehr. Wie bei allen anderen Hirntumoren sind die durch ein Lymphom im Gehirn verursachten Symptome abhängig von seiner Größe und Lage. Erste Anzeichen für ein Gehirnlymphom sind häufig Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Ein zerebrales Lymphom führt bei etwa der Hälfte der Betroffenen zu Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und Persönlichkeitsveränderungen. In seltenen Fällen kann sich ein Hirnlymphom auch durch epileptische Anfällen äußern. Bei Verdacht auf ein Lymphom im Gehirn kommen zur Diagnose moderne Schnittbildverfahren zum Einsatz: Mithilfe der Computertomographie (CT) und der Magnetresonanztomographie (MRT) lassen sich die betroffenen Hirnregionen deutlich darstellen. Um ein zerebrales Lymphom sicher nachzuweisen, ist jedoch eine Probe aus dem betreffenden Tumorgewebe nötig. Für die Behandlung von Gehirnlymphomen stehen die Chemotherapie und die Strahlentherapie beziehungsweise eine Kombination aus beiden Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Hiermit lässt sich der weitere Verlauf der Tumorerkrankung günstig beeinflussen: Eine kombinierte Therapie verlängert die bei einem Lymphom im Gehirn durchschnittlich geringe Überlebenszeit am deutlichsten. Weiterlesen: Lymphom im Gehirn (zerebrales Lymphom): Definition Das könnte Sie auch interessieren
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