Lymphödem: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Januar 2016)

Bei einem Lymphödem ist der Verlauf zum einen von der Ursache für den Lymphstau abhängig. Zum anderen kann eine rechtzeitige Behandlung Lymphödeme günstig beeinflussen.

Wie ein (durch Krankheit, Verletzung o.Ä.) erworbenes (sog. sekundäres) Lymphödem verläuft, hängt von der Art und Prognose der Grunderkrankung ab: Wenn es gelingt, diese erfolgreich zu behandeln, sind die Heilungschancen für das sekundäre Lymphödem in der Regel hoch und es bildet sich völlig zurück.

Ein primäres (also erblich bedingtes) Lymphödem nimmt dagegen einen ungünstigeren Verlauf, da es schwieriger zu behandeln ist; eine vollständige Heilung ist nicht zu erwarten. Dies schränkt die Lebensqualität der Betroffenen mitunter ein.

Ein unbehandeltes Lymphödem verschlechtert sich im weiteren Verlauf häufig, wobei sich sein Umfang vergrößert und seine Konsistenz ändert. Entwickelt sich das Lymphödem schubweise, kann es ein unförmiges Aussehen annehmen. In fortgeschrittenen Stadien führt ein Lymphödem meist zu Hautveränderungen:

  • Die Haut ist gereizt und wirkt entzündet.
  • Auf den betroffenen Hautbereichen bilden sich Bläschen, Krusten und Schuppungen (Ekzeme).

Dazu kommen häufig stoffwechselbedingte Störungen des Gewebes in der vom Lymphödem betroffenen Extremität. Im schlimmsten Fall kann ein unbehandeltes Lymphödem im fortgeschrittenen Verlauf mit einer Zerstörung der obersten Hautschichten (sog. Erosion) und schließlich der tiefer gelegenen Hautschichten (sog. Ulkus) im Bereich des Lymphödems verbunden sein.


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