Lymphödem: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Januar 2016)

Die mit einem Lymphödem verbundenen Symptome können je nach Ursache für den Lymphstau teils unterschiedlich ausfallen. Unabhängig davon haben aber alle Lymphödeme folgende gemeinsame Merkmale:

  • Der vom Lymphstau betroffene Körperteil schwillt an und ist sichtlich prall mit Flüssigkeit gefüllt. Diese Schwellung erinnert von der Beschaffenheit an Teig.
  • Zusätzlich sind Hauteinziehungen möglich.
  • Zunächst verursacht ein Lymphödem aber keine Schmerzen.

Die weiteren beim Lymphödem auftretenden Symptome können deutlich darauf hinweisen, ob das Ödem primär (d.h. erblich bedingt) ist oder sekundär (infolge einer Krankheit o.Ä.) entstanden ist:

Ein primäres Lymphödem breitet sich oft beidseitig von den Zehen und dem Fußrücken über die Knöchelregion zum Unter- und schließlich Oberschenkel aus – das heißt, es steigt auf (bzw. es aszendiert). Die Schwellung verstärkt sich in der warmen Jahreszeit sowie bei Frauen während der Menstruation. Für das primäre Lymphödem typische frühe Symptome sind:

  • die Kastenzehen (d.h. die Zehen nehmen bei Druck eine viereckige Form an) und
  • das Stemmer-Zeichen (d.h. die Haut am Fußrücken lässt sich bei einem Lymphödem nicht als Falte abheben).

Im weiteren Verlauf breitet sich das primäre Lymphödem auf die Beine aus. Dabei kann das gesamte Bein seine Form verändern (sog. Elephantiasis). Die betroffene Haut neigt außerdem zu Infektionen. Daneben können die Unterseiten der Zehen warzig und rau sein: Diese sogenannte Papillomatosis cutis ist eine typische Begleiterscheinung beim primären Lymphödem. Weitere Symptome sind tief einschneidende Querfalten an den Zehen.

Zwar kann ein sekundäres Lymphödem dieselben Folgen haben – das sekundäre Lymphödem selbst zeigt aber oft gegenteilige Symptome:

  • Ein sekundäres Lymphödem breitet sich meist von der Achsel in Richtung Hand oder der Leiste in Richtung Fuß aus – es wandert also nach unten (bzw. deszendiert), wobei Vorfuß und Zehen nicht betroffen sind.
  • Außerdem treten sekundäre Lymphödeme in aller Regel einseitig auf (und zwar dort, wo die Ursache liegt).

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