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Lymphödem: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. November 2014)

Ein Lymphödem ist eine sichtbare und tastbare Schwellung eines Körperteils, die infolge einer Stauung der Lymphflüssigkeit entsteht. Diese Flüssigkeit – die sogenannte Lymphe – ist hellgelb und enthält das Lymphplasma sowie bestimmte weiße Blutkörperchen: die Lymphozyten.

Die Lymphe fließt in besonderen Gefäßen, den Lymphbahnen. Sogenannte Lymphknotenstationen unterbrechen diese Bahnen. Erreicht die Lymphe eine Lymphknotenstation, filtern beziehungsweise reinigen die einzelnen Lymphknoten dieser Station die Lymphe. Dabei entziehen sie ihr beispielsweise Krankheitserreger und Giftstoffe.

Zu einem Lymphödem kommt es, wenn der Fluss der Lymphe in den Lymphbahnen gestört ist und sich durch eine chronische Lymphstauung (sog. Lymphostase) Wassereinlagerungen bilden: Es entsteht ein eiweißreiches Ödem – das Lymphödem.

Der vom Lymphödem betroffene Körperteil kann sich in seinem Umfang stark ändern. Er ist nicht nur geschwollen, sondern sichtlich prall mit Flüssigkeit gefüllt.

Besonders bedeutsam sind die durch Lymphstau entstehenden Schwellungen im Bereich der Gliedmaßen: Durch ein Lymphödem geschwollene, dicke Beine und Arme treten häufig nach einer Operation auf, bei der es notwendig war, Lymphknoten zu entfernen (z.B. Lymphknoten der Achselhöhle bei Brustkrebs). Auch Kopf und Hals, der Rumpf oder die Genitalien können von einem Lymphödem betroffen sein.

Häufigkeit

Ein Lymphödem entwickelt sich mit größter Häufigkeit infolge einer erworbenen Schädigung der Lymphbahnen oder Lymphknoten (d.h. sekundär), zum Beispiel nach Operationen. Nur selten sind die Gründe für den Lymphstau angeboren (d.h. primär), wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind als Männer:

  • Dann entwickelt sich das Lymphödem meist frühzeitig bei jungen Menschen zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr (sog. Lymphoedema praecox).
  • Nur in rund 17 Prozent der Fälle tritt das Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auf (sog. Lymphoedema tardum).





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