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Lymphödem: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. August 2013)

Ein Lymphödem ist eine sichtbare und tastbare Schwellung eines Körperteils, die infolge einer Stauung der Lymphflüssigkeit entsteht. Diese Flüssigkeit – die sogenannte Lymphe – ist hellgelb und enthält das Lymphplasma sowie bestimmte weiße Blutkörperchen: die Lymphozyten. Die Lymphe fließt in besonderen Gefäßen, den Lymphbahnen. Sogenannte Lymphknotenstationen unterbrechen diese Bahnen. Erreicht die Lymphe eine Lymphknotenstation, filtern beziehungsweise reinigen die einzelnen Lymphknoten dieser Station die Lymphe. Dabei entziehen sie ihr beispielsweise Krankheitserreger und Giftstoffe.

Zu einem Lymphödem kommt es, wenn der Fluss der Lymphe in den Lymphbahnen gestört ist und sich durch eine chronische Lymphstauung (sog. Lymphostase) Wassereinlagerungen bilden: Es entsteht ein eiweißreiches Ödem – das Lymphödem.

Der vom Lymphödem betroffene Körperteil kann sich in seinem Umfang stark ändern. Er ist nicht nur geschwollen, sondern sichtlich prall mit Flüssigkeit gefüllt.

Besonders bedeutsam sind diese Schwellungen beim Lymphödem im Bereich der Beine und Arme: Dort entstehen Lymphödeme häufig nach einer Operation, bei der es notwendig war, Lymphknoten zu entfernen (z.B. Lymphknoten der Achselhöhle bei Brustkrebs). Auch Kopf und Hals, der Rumpf oder die Genitalien können von einem Lymphödem betroffen sein.

Häufigkeit

Ein Lymphödem tritt mit vergleichsweise geringer Häufigkeit auf. Frauen sind etwa neunmal häufiger betroffen als Männer. Meist entwickelt sich ein Lymphödem bei jungen Menschen zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr: In diesem Fall handelt es sich um ein sogenanntes frühzeitiges Lymphödem (bzw. Lymphoedema praecox). Nur in rund 17 Prozent der Fälle tritt das Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auf: Dann liegt ein sogenanntes spätes Lymphödem (bzw. Lymphoedema tardum) vor.






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