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Systemischer Lupus erythematodes (SLE)ForumRheuma
Forenexperte: Dr. Timo Ulrichs
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Systemischer Lupus erythematodes (SLE)Sonderformen des Lupus erythematodesStand: 15. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Antiphospholipid-SyndromNicht immer zeigt sich ein systemischer Lupus erythematodes (SLE) mit typischem Verlauf – es sind mehrere abweichende Verlaufsformen der Bindegewebserkrankung bekannt. Zu den Sonderformen des Lupus erythematodes zählt das Antiphospholipid-Syndrom, das durch die Bildung sogenannter Antiphospholipid-Antikörper gekennzeichnet ist. Dies sind Autoantikörper, die gegen Bestandteile der Zellwand gerichtet sind (z.B. Anti-Cardiolipin-Antikörper). Sie aktivieren das Blutgerinnungssystem und verursachen so Thrombosen, Embolien und arterielle Gefäßverschlüsse. Wer diese Antikörper besitzt und ein solches thrombembolisches Ereignis (z.B. eine Lungenembolie) durchlebt hat, benötigt meist lebenslang gerinnungshemmende Medikamente. Ein systemischer Lupus erythematodes kann in seinem Verlauf mit einer gehäuften Bildung von Antiphospholipid-Antikörpern einhergehen – dies bezeichnet man als sekundäres Antiphospholipid-Syndrom. Bei manchen Menschen sind jedoch Antiphospholipid-Antikörper im Blut nachweisbar und entsprechend thrombembolische Ereignisse zu beobachten, ohne dass sie weitere Zeichen eines systemischen Lupus erythematodes zeigen. In dem Fall liegt ein sogenanntes primäres Antiphospholipid-Syndrom vor. Frauen mit Antiphospholipid-Syndrom haben oft Fehlgeburten. Diese entstehen durch Thrombosen der Plazenta (Mutterkuchen), meist nach dem dritten Schwangerschaftsmonat. Eine Behandlung mit Heparin-Injektionen kann bei diesen Frauen oft eine erfolgreiche Schwangerschaft ermöglichen. Medikamenteninduzierter Lupus erythematodesEine weitere Sonderform des Lupus erythematodes kann durch Medikamente entstehen (d.h. medikamenteninduziert sein). Dabei kommt eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Wirkstoffe als Verursacher infrage. Typisch ist, dass ein solcher medikamenteninduzierter Lupus erythematodes einen milderen Verlauf nimmt als ein systemischer Lupus erythematodes (SLE), häufig nur Haut, Gelenke und gelegentlich das Rippenfell befällt und nach Absetzen des auslösenden Medikaments von alleine wieder verschwindet. Starke immunsystemunterdrückende (immunsuppressive) Therapien sind nicht nötig. Im Labor finden sich typischerweise trotz positiv getesteter Antinukleären-Antikörper (ANA) ansonsten keine für den systemischen Lupus erythematodes typischen Doppelstrang-DNA-Antikörper, sondern stattdessen sogenannte Antihiston-Antikörper. Kutaner Lupus erythematodes (Lupus erythematodes der Haut)Ein Lupus erythematodes kann auch ausschließlich die Haut befallen – anders als ein systemischer Lupus erythematodes (SLE), der sich in seinem Verlauf auf viele Organe auswirkt. Häufig führt ein kutaner Lupus erythematodes (bzw. Lupus erythematodes der Haut) nicht einmal im Blut zu den typischen Autoantikörpern. Neben strengem Sonnenschutz und Kortisonpräparaten kommen zur Behandlung dieser Sonderform des Lupus erythematodes in den meisten Fällen die Malariamittel Hydroxychloroquin oder Chloroquin zum Einsatz. Weiterlesen: Systemischer Lupus erythematodes (SLE): Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
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