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Lungenödem

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Mai 2015)

Bei einem Lungenödem sammelt sich vermehrt Flüssigkeit im Bindegewebe der Lunge und / oder in den Lungenbläschen an. Umgangssprachlich spricht man deshalb auch von "Wasser in der Lunge", wenn ein Lungenödem gemeint ist.

Ein Lungenödem kann als Folge verschiedener Grunderkrankungen auftreten – die häufigste Ursache ist eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Weitere Erkrankungen und Störungen, die zu Wasser in der Lunge führen können, sind etwa:

Beim Lungenödem handelt es sich um ein ernstes Krankheitsbild, das je nach Schweregrad mit unterschiedlichen Symptomen verbunden ist. Ist die Flüssigkeitsansammlung auf das Lungenzwischengewebe beschränkt – wie beim sogenannten interstitiellen Lungenödem – zählen eine schnelle, flache Atmung, Unruhe und Husten zu den typischen Beschwerden. Hat sich die Flüssigkeit bereits in die Lungenbläschen (Alveolen) ausgebreitet, liegt ein sogenanntes alveoläres Lungenödem vor, das zusätzlich Atemnot und brodelnde Atemgeräusche ("feuchtes Rasseln") verursacht. Der Körper kann durch die betroffenen Lungenbläschen keinen Sauerstoff mehr aufnehmen. Die Folge: Es entsteht ein Sauerstoffmangel, durch den sich die Haut und Schleimhäute bläulich verfärben können (Zyanose). Dies ist besonders an den Lippen gut sichtbar. Später husten Betroffene auch weißlich-schaumigen Auswurf ab.

Ein Lungenödem kann der Arzt mithilfe einer körperlichen Untersuchung sowie einer Röntgenuntersuchung der Lunge feststellen und damit auch auf den Schweregrad des Lungenödems schließen. Es sind weitere Untersuchungen erforderlich, um herauszufinden, welche Ursachen das Wasser in der Lunge hat. Zu möglichen Untersuchungsmethoden gehören zum Beispiel eine Elektrokardiographie (EKG) oder eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie).

Bei einem akuten Lungenödem sollten Betroffene ihren Oberkörper hoch und die Beine tief lagern. Zusätzlich erhalten sie Sauerstoff über eine Nasensonde oder eine Gesichtsmaske. Die weitere Therapie des Lungenödems und auch die Prognose bei Wasser in der Lunge hängen von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Ein Lungenödem bedarf auf jeden Fall einer Behandlung – ohne medizinische Maßnahmen erhöht sich das Risiko für Komplikationen, so etwa für eine durch die Flüssigkeitsansammlung hervorgerufene Lungenentzündung (sog. Stauungspneumonie).



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