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Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom): Therapie

Stand: 29. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Lungenkrebs – auch Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom genannt – hängt die Therapie vom Stadium der Erkrankung und von der Art des Tumors ab. Der Grund: Kleinzellige und nicht-kleinzellige Tumoren der Lunge sprechen unterschiedlich auf die verschiedenen Therapieverfahren an – besonders auf die Chemotherapie.

Therapie des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms

Operation
Ein nicht-kleinzelliges Karzinom können Ärzte mithilfe einer Operation entfernen.

Gelingt es, ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom bei einer Operation vollständig zu entfernen, bestehen bei dieser Form von Lungenkrebs gute Heilungschancen. Eine Operation ist möglich, solange keine Tochtergeschwulste (Metastasen) vorliegen.

Sind die Lymphknoten in der Umgebung befallen oder ist der Tumor in benachbartes Gewebe eingewachsen, kann nach der Operation eine Bestrahlung sinnvoll sein. Liegen Fernmetastasen oder besonders große Tumoren vor, erhalten die Betroffenen neben der Strahlentherapie in bestimmten Fällen zusätzlich eine Chemotherapie.

In manchen Fällen erhalten Betroffene mit einem Bronchialkarzinom zunächst eine Chemotherapie oder eine Kombination aus Bestrahlung und Chemotherapie (sog. Radiochemotherapie). Der Tumor wird dadurch oft kleiner und kann anschließend in einer Operation besser entfernt werden. Bei diesem Vorgehen sprechen Mediziner von einer neoadjuvanten Therapie.

Hat das Bronchialkarzinom bereits gestreut – sind also Tochtergeschwulste vorhanden – besteht die Lungenkrebs-Therapie meist aus einer Chemotherapie, teilweise in Kombination mit einer Bestrahlung.

Therapie des kleinzelligen Bronchialkarzinoms

Betroffene, die an einem kleinzelligen Bronchialkarzinom erkrankt sind, werden in der Regel nicht operiert. Denn zum Zeitpunkt der Diagnosestellung hat ihr Tumor in 80 Prozent der Fälle bereits Fernmetastasen gebildet.

Das kleinzellige Bronchialkarzinom ist ein Lungenkrebs, der besonders empfindlich auf eine Chemotherapie reagiert. Die Medikamente, die bei einer Chemotherapie eingesetzt werden, heißen Zytostatika. Es sind Zellgifte, die besonders schnell wachsende Zellen – wie Krebszellen – in ihrem Wachstum stoppen können. Der Vorteil der Chemotherapie liegt beim kleinzelligen Bronchialkarzinom unter anderem darin, dass auch die Krebszellen in den Fernmetastasen mitbehandelt werden.

Meistens ergänzt eine Bestrahlung beim kleinzelligen Bronchialkarzinom die Lungenkrebs-Therapie. Die Strahlentherapie kann mit einer Chemotherapie kombiniert werden und Lungenbeschwerden aufgrund des Tumors oder der Lymphknotenmetastasen lindern. Die Bestrahlung kann bei der Lungenkrebs-Therapie der Chemotherapie zum Beispiel nachfolgen.

Die Bestrahlung hat auch zum Ziel, möglichen Hirnmetastasen vorzubeugen – hierzu wird der Kopf bestrahlt. Diese Behandlung führen Mediziner auch dann durch, wenn bislang keine Hinweise auf Hirnmetastasen bestehen.

Ergänzend zu diesen Maßnahmen kann beim kleinzelligen Bronchialkarzinom eine Operation dann sinnvoll sein, wenn der Tumor nur sehr klein ist – also bereits früh entdeckt wurde. Dies ist bei dieser Form von Lungenkrebs aber nur selten der Fall.

Weiterlesen: Lungenkrebs (Bronchialkarzinom): Verlauf

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