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Lungenkrebs (Lungenkarzinom, Bronchialkarzinom): Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (13. März 2017)

Bei Verdacht auf Lungenkrebs beginnt der Arzt die Diagnose in der Regel mit bildgebenden Untersuchungen wie Röntgenuntersuchungen oder einer Computertomographie (CT) der Lunge – besonders wenn der Patient regelmäßig raucht und gleichzeitig über Symptome wie Husten, blutigen Auswurf, Atemnot, Fieber und Gewichtsverlust klagt. 

Die wichtigste diagnostische Maßnahme bei Verdacht auf ein Lungenkarzinom ist eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie). Hierbei schiebt der Arzt ganz vorsichtig einen dünnen und biegsamen Schlauch durch den Mund bis in die Atemwege vor. Am Endes des Schlauches befinden sich eine kleine Kamera und winzige Instrumente zur Entnahme von Gewebeproben. 

Die Lungenspiegelung ist an sich nicht schmerzhaft, kann für den Patienten aber sehr unangenehm sein. Daher werden die Atemwege vor der Untersuchung mithilfe eines Sprays örtlich betäubt. Auf Wunsch können die Betroffenen auch eine leichte Narkose und ein Beruhigungsmittel erhalten. 

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Für eine weiterführende Lungenkrebs-Diagnose und die spätere Behandlung veranlassen Mediziner in der Regel folgende Untersuchungen:

  • Computertomographie des Brustkorbs: Der Arzt sieht, wo der Tumor liegt und kann seine Ausbreitung abschätzen.
  • Computertomographie oder Magentresonanztomographie (MRT) des Kopfes: Treten bei Lungenkrebs Symptome wie Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen auf, können Mediziner mithilfe dieser Untersuchung nach Metastasen im Gehirn suchen.
  • Ultraschall (Sonographie): Mit der Ultraschalluntersuchung des Bauchs kann der Arzt Tochtergeschwülste in der Leber ausschließen.
  • Knochen-Szintigraphie: Bei der Szintigraphie spritzt man eine schwach radioaktive Substanz in die Vene, die sich dann über das Blut im Körper verteilt und in den Knochen ansammelt. Mithilfe anschließender Röntgenaufnahmen können Mediziner Knochenmetastasen ausschließen.
  • Knochenmarkbiopsie: Eine Gewebeprobe des Knochenmarks soll klären, ob sich dort bereits Metastasen abgesiedelt haben.
  • Funktionsdiagnostik der Lunge: Vor allem vor einer Operation kann der Arzt mithilfe einer Spiro­er­go­metrie feststellen, wie leistungsfähig die Lunge des Patienten ist. 

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