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Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Lungenkrebs (Bronchialkarzinom): Definition

Stand: 29. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Lungenkrebs – auch Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom genannt – ist ein bösartiger Tumor der Lunge. Ein Bronchialkarzinom entwickelt sich aus den Zellen der Atemwege, den Bronchien. Die Zellen entarten und vermehren sich unkontrolliert. Sie sehen anders aus als "normale" Zellen der Bronchien, teilen sich schneller und zerstören durch ihr rasches Wachstum das gesunde Gewebe.

Mediziner unterscheiden vereinfacht zwei Arten von Lungenkrebs: das kleinzellige Bronchialkarzinom und das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom. Beide Formen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Wachstums, der Behandlung und der Prognose.

Nicht-kleinzellige Bronchialkarzinome: Diese Form des Lungenkrebs wächst langsamer und bildet langsamer Metastasen als kleinzellige Bronchialkarzinome. Die Heilungschancen und Lebenserwartung sind deshalb beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom besser. Sie können in verschiedenen Bereichen der Lunge entstehen. Je nachdem, welcher Zelltyp hauptsächlich in dem Lungenkarzinom vorkommt, können die nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinome weiter unterteilt werden:

  • Plattenepithelkarzinome sind mit 40 Prozent aller Fälle die häufigste Form von Lungenkrebs.
  • Adenokarzinome haben 35 Prozent Anteil an allen Bronchialkarzinomen. Das Adenokarzinom ist das häufigste Lungenkarzinom bei Nichtrauchern.
  • Großzellige Bronchialkarzinome sind relativ selten und machen nur bis zu 10 Prozent aller Fälle von Lungenkrebs aus.

Kleinzellige Bronchialkarzinome stellen Ärzte bei etwa 15 Prozent aller Lungenkrebs-Betroffenen fest. Diese Form des Lungenkarzinoms wächst schneller, ist sehr aggressiv und bildet relativ früh Metastasen (Tochtergeschwulste) – deswegen ist die Prognose schlechter als bei den nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen. Bei etwa 80 Prozent der Personen mit einem kleinzelligen Lungenkarzinom entdecken Mediziner bei der Erstdiagnose bereits Metastasen in anderen Geweben.

Häufigkeit

Lungenkrebs – auch Bronchialkarzinom oder Lungenkarzinom genannt – ist in Deutschland die dritthäufigste bösartige Tumorerkrankung. Jährlich erkranken hierzulande rund 45.000 Menschen an Lungenkrebs. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren. Männer sind dabei mehr als doppelt so häufig betroffen wie Frauen – die Erkrankung ist bei Männern die häufigste krebsbedingte Todesursache.

Weiterlesen: Lungenkrebs (Bronchialkarzinom): Ursachen

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