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Lungenfibrose

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (22. August 2013)

Eine Lungenfibrose entsteht, wenn sich das Bindegewebe des Lungengewebes vermehrt und schließlich vernarbt. Die Lunge kann sich immer weniger dehnen, das Atmen fällt schwerer und die körperliche Belastbarkeit lässt nach. Viele chronische Lungenkrankheiten sind im Endstadium mit einer Fibrose der Lunge verbunden.

Bei etwa jeder zweiten Lungenfibrose bleiben die Ursachen für die Veränderungen unentdeckt (sog. idiopathische Lungenfibrose). Die restlichen Fälle sind auf die unterschiedlichsten Auslöser zurückzuführen, zum Beispiel:

Die mit einer Lungenfibrose verbundenen Symptome hängen davon ab, wie weit der bindegewebige Umbau des Lungengerüsts schon fortgeschritten ist:

  • Der mit der Fibrose einhergehende Verlust der Dehnbarkeit der Lunge äußert sich in erster Linie durch zunehmende Atemnot;
  • die Betroffenen können zum einen nur noch kleinere Mengen Luft ein- und ausatmen, zum anderen müssen sie beim Einatmen mehr Kraft aufwenden.
  • Oft entsteht auch ein trockener Husten.
  • Später färben sich Haut und Schleimhäute blau (sog. Zyanose);
  • des Weiteren kann die bei Lungenfibrose unzureichende Versorgung mit Sauerstoff dazu führen, dass sich die Finger verdicken (sog. Trommelschlägelfinger) und die Fingernägel ähnlich wie ein Uhrglas wölben (sog. Uhrglasnägel).

Um eine Lungenfibrose zu diagnostizieren, sind unter anderem eine körperliche Untersuchung, eine Lungenfunktionsprüfung und bildgebende Verfahren (Röntgen, CT) nötig. Um eindeutig nachzuweisen, dass in den Lungen eine Fibrose vorliegt, ist eine Gewebeprobe (Biopsie) geeignet.

Die gegen eine Lungenfibrose eingesetzte Therapie zielt darauf ab, den bindegewebigen Umbau des Lungengewebes zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen. Zur Verfügung stehen hierzu Kortisonpräparate und Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (sog. Immunsuppressiva), sowie – gegen leichte bis mittelschwere idiopathische Lungenfibrosen– ein neuer Wirkstoff namens Pirfenidon. Allerdings können sich die narbigen Lungenveränderungen nicht mehr zurückbilden – die Lungenfibrose-Behandlung führt also nicht zu einer Heilung.

Die Prognose ist uneinheitlich: Bei günstigem Verlauf ändert die Lungenfibrose nichts an der Lebenserwartung der Betroffenen, in anderen Fällen verkürzt sie die Lebenserwartung.






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