Lungenfibrose: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. November 2014)

Eine Lungenfibrose hat ihre Ursachen darin, dass sich ein bestimmtes Eiweiß namens Kollagen in der Lunge unkontrolliert bildet. Kollagen ist das mengenmäßig häufigste Eiweiß des menschlichen Körpers und der wichtigste Baustein des Binde- und Stützgewebes. Es kommt praktisch überall im menschlichen Körper vor und ist fast undehnbar. Die Bildung von Kollagen findet in verschiedenen Bindegewebszellen (z.B. Fibrozyten) mithilfe von Enzymen statt.

Eines dieser Enzyme heißt Lysinhydroxylase: Seine Aktivität ist bei einer Lungenfibrose erhöht. Die Ursachen für diese gesteigerte Aktivität sind nicht bekannt, die Folgen für die Lunge schon:

  • Das Bindegewebe des Lungengewebes vermehrt sich,
  • wodurch das Lungengewebe schließlich vernarbt und sich immer weniger dehnen kann.

Für eine Lungenfibrose kommen die unterschiedlichsten Ursachen infrage: Mögliche Auslöser für eine Lungenfibrose sind zum Beispiel chronische Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder degenerative Prozesse (z.B. Alterungsprozesse). In 50 Prozent der Fälle gelingt es nicht, den Grund für die Entstehung der Lungenfibrose festzustellen (sog. idiopathische Lungenfibrose: idiopathisch = ohne erkennbare Ursache). Die restlichen Lungenfibrosen kann man zurückführen auf:

Man kann jede Lungenfibrose ihren Ursachen entsprechend einer der folgenden drei großen Gruppen zuordnen:

  • idiopathische Lungenfibrosen
  • Lungenfibrosen infolge eines diffusen Alveolarschadens
  • Lungenfibrosen infolge einer Systemerkrankung (Kollagenose)

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst