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Lungenfibrose: Therapie

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (22. August 2013)

Bei einer Lungenfibrose zielt die Therapie darauf ab, den bindegewebigen Umbau des Lungengewebes zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen und so zu verhindern, dass die Fibrose fortschreitet. Allerdings lassen sich die bestehenden Umbauvorgänge der Lunge nicht mehr rückgängig machen.

Sind die Ursachen der Lungenfibrose bekannt, spielt die ursächliche Therapie (also die Behandlung der Grunderkrankung) eine wichtige Rolle. Ist die Fibrose der Lunge beispielsweise durch Schadstoffe (Noxen) entstanden, ist es unbedingt notwendig, die Schadstoffbelastung zukünftig so gut es geht zu vermeiden, etwa indem man aufhört zu rauchen. Kommen Menschen mit einer Lungenfibrose im beruflichen Umfeld mit bestimmten Schadstoffen in Kontakt, müssen sie unter Umständen den Arbeitsplatz wechseln.

Zusätzlich können zur Lungenfibrose-Therapie Medikamente zum Einsatz kommen: So können zum Beispiel Kortisonpräparate und Immunsuppressiva (wie Cyclophosphamid oder Azathioprin), die das Immunsystem und die Aktivität der Bindegewebszellen hemmen, manchmal eine Lungenfibrose in ihrem Verlauf verzögern oder sogar stoppen.

Bei einer Lungenfibrose unbekannter Ursache (sog. idiopathische Lungenfibrose) richtet die Therapie mit diesen Medikamenten allerdings wenig aus. Jedoch steht gegen leichte bis mittelschwere idiopathische Lungenfibrosen seit Anfang des Jahres 2011 der Wirkstoff Pirfenidon zur Verfügung: Pirfenidon wirkt entzündungshemmend und scheint die Vermehrung der fibrosebildenden Zellen sowie des Bindegewebes verlangsamen zu können. Ziel der Lungenfibrose-Therapie mit Pirfenidon ist es also, dass die Lunge nicht noch weiter an Funktion einbüßt. Auf die Lebensqualität und die Überlebensdauer der Patienten hat Pirfenidon nach heutigem Wissen keinen Einfluss. Als Nebenwirkungen können Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel und Hautreaktionen (einschließlich einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut) auftreten; vereinzelt können auch die Leberwerte erhöht sein. Daher ist es ratsam, während der Lungenfibrose-Behandlung mit Pirfenidon auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten und die Leberwerte regelmäßig überprüfen zu lassen.

Um bei einer Lungenfibrose die Atemnot zu verringern, sind bronchienerweiternde Mittel (sog. Bronchodilatatoren) geeignet. Wenn Ihre Sauerstoffaufnahme und dadurch Ihre Leistungsfähigkeit infolge der Lungenfibrose weiter abnimmt, ist eine begleitende Therapie mit Sauerstoff hilfreich: Die Langzeitbehandlung mit Sauerstoff verbessert Ihre körperliche Leistungsfähigkeit, sodass Sie Ihren Alltag wieder leichter bewältigen können. Im weiteren Verlauf – wenn die Fibrose der Lunge stark ausgeprägt ist, Medikamente nicht mehr helfen und gleichzeitig die Lungenfunktion zu schlecht ist, kann eine Lungentransplantation erforderlich sein.






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