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Lungenfibrose: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. November 2014)

Bei einer Lungenfibrose zielt die Therapie darauf ab, den bindegewebigen Umbau des Lungengewebes zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen – also zu verhindern, dass die Fibrose ungebremst fortschreitet. Die schon stattgefundenen Umbauvorgänge der Lunge lassen sich allerdings nicht mehr rückgängig machen.

Ist die Ursache der Lungenfibrose bekannt, spielt die ursächliche Therapie (also die Behandlung der Grunderkrankung) eine wichtige Rolle. Haben bei Ihnen beispielsweise Schadstoffe (Noxen) zur Fibrose der Lunge geführt, ist es unbedingt notwendig, dass Sie die Schadstoffbelastung zukünftig so gut es geht vermeiden – etwa indem Sie aufhören zu rauchen. Kommen Sie im beruflichen Umfeld mit bestimmten Schadstoffen in Kontakt, müssen Sie unter Umständen den Arbeitsplatz wechseln.

Zusätzlich können gegen die Lungenfibrose Medikamente zur Therapie zum Einsatz kommen: So können zum Beispiel Kortisonpräparate und Immunsuppressiva (wie Cyclophosphamid oder Azathioprin), die das Immunsystem und die Aktivität der Bindegewebszellen hemmen, manchmal eine Lungenfibrose in ihrem Verlauf verzögern oder sogar stoppen.

Bei einer Lungenfibrose unbekannter Ursache (sog. idiopathische Lungenfibrose) richtet die Therapie mit diesen Medikamenten allerdings wenig aus. Jedoch steht gegen eine leichte bis mittelschwere idiopathische Lungenfibrose seit Anfang des Jahres 2011 der Wirkstoff Pirfenidon zur Verfügung: Pirfenidon wirkt entzündungshemmend und scheint die Vermehrung der fibrosebildenden Zellen sowie des Bindegewebes verlangsamen zu können. Pirfenidon soll bei einer Lungenfibrose also verhindern, dass die Lunge noch weiter an Funktion einbüßt. Auf die Lebensqualität und die Überlebensdauer hat Pirfenidon nach heutigem Wissen keinen Einfluss.

Als Nebenwirkungen kann Pirfenidon Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel und Hautreaktionen (einschließlich einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut) auslösen; vereinzelt können auch die Leberwerte erhöht sein. Daher ist es ratsam, während der Lungenfibrose-Therapie mit Pirfenidon:

  • auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten und
  • die Leberwerte regelmäßig überprüfen zu lassen.

Um die mit einer Lungenfibrose verbundene Atemnot zu verringern, sind bronchienerweiternde Mittel (sog. Bronchodilatatoren) geeignet. Wenn Ihre Sauerstoffaufnahme und dadurch Ihre Leistungsfähigkeit infolge der Lungenfibrose weiter abnimmt, ist eine begleitende Therapie mit Sauerstoff hilfreich: Die Langzeitbehandlung mit Sauerstoff verbessert Ihre körperliche Leistungsfähigkeit, sodass Sie Ihren Alltag wieder leichter bewältigen können. Im weiteren Verlauf – wenn die Fibrose der Lunge stark ausgeprägt ist, Medikamente nicht mehr helfen und gleichzeitig die Lungenfunktion zu schlecht ist – kann eine Lungentransplantation erforderlich sein.






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