Lungenfibrose: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. November 2014)

Bei Verdacht auf eine Lungenfibrose sind zur Diagnose eine ausführliche Befragung (Anamnese), eine erste Untersuchung der Lunge durch den Arzt, eine Lungenfunktionsprüfung sowie bildgebende Verfahren nötig.

Außerdem können – je nach vermuteter Ursache für die Lungenfibrose – weitere Untersuchungen zur Diagnose zum Einsatz kommen: Eine Sarkoidose kann man beispielsweise mithilfe einer Lungenspülung (Lavage) erkennen.

Ärztliche Untersuchung

Bei möglichen Anzeichen einer Lungenfibrose erfolgt zur Diagnose zunächst eine ärztliche Untersuchung: Wenn der Arzt die Lungen abhört, kann er bei einer Fibrose vor allem über den unteren Lungenabschnitten sogenannte feuchte Rasselgeräusche hören, wenn man einatmet. Hierfür ist das begleitende Lungenödem, also eine Ansammlung von Flüssigkeit in den Lungenbläschen, verantwortlich.

Über anderen Lungenabschnitten ist bei einer Lungenfibrose gelegentlich ein quietschendes Geräusch zu hören, das so ähnlich klingt, als würde jemand Korken aneinanderreiben. Beim Abklopfen der Lunge zeigt sich, dass die Zwerchfellgrenzen (Atemmuskulatur) durch die Fibrose hoch stehen und sich die Lunge bei der Atmung nur vermindert dehnt.

Lungenfunktionsprüfung

Bei Verdacht auf eine Lungenfibrose ist zur Diagnose eine Lungenfunktionsprüfung wichtig, um die mechanischen Eigenschaften des Gewebes der Lungen sowie den Gasaustausch in Ruhe und in Belastungssituationen zu untersuchen. Bei einer Lungenfibrose ergeben sich unter anderem folgende Befunde:

  • Das blähungsfähige Lungengewebe hat abgenommen (restriktive Ventilationsstörung),
  • die Dehnbarkeit des Lungengewebes ist vermindert (Herabsetzung der Compliance),
  • der Sauerstoff-Partialdruck beziehungsweise die Sauerstoffsättigung des Hämoglobins im Blut ist vermindert (Hypoxämie),
  • der Gasaustausch zwischen Lunge und Blut ist gestört (Sauerstoffdiffusionsstörung).

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst