Startseite > Krankheiten > Lungenentzündung (Pneumonie)
Stand: 31. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Keine andere Infektionskrankheit ist so häufig wie die Lungenentzündung (Pneumonie): Vor allem in der kalten Jahreszeit tritt sie verstärkt auf. Das Risiko für eine Lungenentzündung ist besonders bei einem geschwächten Immunsystem, bei alten Menschen und bei Kleinkinder hoch.
Eine Lungenentzündung entsteht meistens durch Bakterien. Dabei sind die sogenannten Pneumokokken besonders häufig vertreten: Diese Bakterien sind für 70 Prozent aller Pneumonien verantwortlich. Seltener sind Viren oder Pilze die Auslöser einer Lungenentzündung. Die Erreger der Pneumonie dringen in die Lunge vor und führen im dortigen Gewebe zu einer Entzündung. Ihre Übertragung erfolgt in der Regel durch Tröpfcheninfektionen über Niesen, Sprechen oder Husten.
Insgesamt entwickeln in Deutschland jährlich etwa 300.000 Menschen eine Lungenentzündung – mehr als die Hälfte der Fälle macht eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Gegen eine Lungenentzündung kommen in den meisten Fällen spezielle Medikamente zum Einsatz: Sie enthalten Wirkstoffe, die sich gezielt gegen die auslösenden Erreger richten – bei einer bakteriellen Lungenentzündung sind beispielsweise Antibiotika wirksam.
Bei jungen und gesunden Menschen heilt eine Lungenentzündung in der Regel ohne Folgen aus. Bei einem geschwächten Immunsystem sind Komplikationen möglich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Schwierig zu behandeln sind Lungenentzündungen, die durch eine Ansteckung mit Krankenhauserregern während eines stationären Aufenthalts entstehen (sog. nosokomiale Infektion). Der Grund: Die speziellen Erreger sind widerstandsfähig gegen derzeitige Medikamente.
Mittlerweile sind Impfstoffe gegen die häufigsten Auslöser der Lungenentzündung – die Pneumokokken – verfügbar. Eine Impfung gegen Pneumokokken ist besonders bei Kleinkindern bis zum zweiten Lebensjahr, bei Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sowie bei einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche (z.B. HIV-Infektion) und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ratsam.
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