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Lungenentzündung (Pneumonie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. September 2014)

Keine andere Infektionskrankheit kommt so häufig vor wie die Lungenentzündung (Pneumonie): Gerade in der kalten Jahreszeit tritt sie verstärkt auf.

Prinzipiell kann jeder Mensch kann an einer Lungenentzündung erkranken. Besonders hoch ist das Risiko für eine Pneumonie allerdings bei

  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem,
  • Säuglingen und Kleinkindern sowie
  • älteren Menschen.

Der Grund: Bei jungen und gesunden Menschen ist das Immunsystem oft stark genug, um sich gegen die verantwortlichen Erreger zu wehren.

In den meisten Fällen entsteht eine Lungenentzündung durch eine Infektion mit Bakterien. Vor allem die sogenannten Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind häufig Ursache einer Lungenentzündung: Sie sind für 70 Prozent aller Pneumonien verantwortlich. Doch auch andere Krankheitserreger können eine Lungenentzündung versuchen, wie zum Beispiel Viren oder Pilze.

Diese Krankheitserreger gelangen in der Regel über die Atemluft in den Körper, wo sie bis in die Lunge vordringen und im dortigen Gewebe zu einer Entzündung führen – eine Lungenentzündung entsteht. Nicht immer sind es eingeatmete Erreger, die zu einer Lungenentzündung führen. In seltenen Fällen kann eine Pneumonie auch nach Einatmung von Reizgasen, als Reaktion auf bestimmte Medikamente oder als Folge von Bestrahlungen auftreten.

Die von der Lungenentzündung hervorgerufenen Symptome können sich je nach Auslöser stark unterscheiden:

Eine typische Pneumonie (bakterielle Lungenentzündung) geht in der Regel mit folgenden Anzeichen einher:

Wichtigste Symptome für eine eher schleichend beginnende atypische Pneumonie (z.B. virale Lungenentzündung) sind:

Häufig macht eine Lungenentzündung eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Meistens kommen zur Pneumonie-Therapie spezielle Medikamente zum Einsatz: Sie enthalten Wirkstoffe, die sich gezielt gegen die auslösenden Erreger richten – bei einer bakteriellen Lungenentzündung sind beispielsweise Antibiotika wirksam.

Bei jungen und gesunden Menschen heilt eine Lungenentzündung in der Regel ohne Folgen aus. Bei einem geschwächten Immunsystem sind Komplikationen möglich, die unter Umständen lebensbedrohlich sein können. Schwierig zu behandeln sind Lungenentzündungen, die durch eine Ansteckung mit Krankenhauserregern während eines stationären Aufenthalts entstehen (sog. nosokomiale Infektion). Der Grund: Die speziellen Erreger sind widerstandsfähig gegen derzeitige Medikamente.

Mittlerweile stehen Impfstoffe gegen die häufigsten Auslöser der Lungenentzündung – die Pneumokokken – zur Verfügung. Eine Impfung gegen Pneumokokken ist besonders bei Kleinkindern bis zum zweiten Lebensjahr, bei Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sowie bei Personen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche (z.B. HIV-Infektion) und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ratsam.

Lungenentzündung: Video

Ist eine Lungenentzündung ansteckend?

Die Frage, ob eine Lungenentzündung ansteckend ist, lässt sich nicht generell beantworten. Prinzipiell sind die Erreger (in den meisten Fällen bestimmte Bakterien) der Lungenentzündung ansteckend und können durch die Luft von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Dennoch: Wer sich mit den Erregern der Lungenentzündung infiziert, erkrankt nicht zwangsläufig an einer Pneumonie. Tatsächlich sind Pneumokokken sogar bei vielen Menschen ganz normaler Bestandteil der Schleimhaut der oberen Atemwege – dennoch bleiben sie kerngesund. Der Grund: Das Immunsystem kann die Erreger erfolgreich in Schach halten.

Bei jungen und gesunden Menschen kommt es nur selten zu einem Ausbruch der Lungenentzündung, auch wenn sie die Erreger durch die Luft eingeatmet haben. Eine Lungenentzündung ist also vor allem dann ansteckend, wenn das Immunsystem geschwächt ist – zum Beispiel bei älteren Menschen oder kleinen Kindern.






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