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Lungenembolie

Lungenembolie: Vorbeugen

Stand: 9. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Ausgangspunkt einer Lungenembolie ist meist ein Gefäßverschluss (Thrombose) einer Vene des Beckens oder Beins. Einer Lungenembolie lässt sich vorbeugen, indem man eine Thrombose verhindert. Einer der größten Risikofaktoren für eine Thrombose ist ein verminderter Blutfluss in den Beinvenen, wie er etwa bei langer Bettruhe besteht. Auch Operationen, zum Beispiel ein Hüft- oder Kniegelenksersatz, erhöhen das Risiko für eine Thrombose und Lungenembolie deutlich.

Sie können einer Lungenembolie vorbeugen, indem Sie und Ihr Arzt sich an eine Reihe von Empfehlungen halten. Sie betreffen Allgemeinmaßnahmen und eine vorbeugende Therapie mit Medikamenten.

Allgemeinmaßnahmen

  • Im Falle einer Krankheit bietet sich Bettruhe nur dann an, wenn sie sicher nutzt und die Genesung günstig beeinflusst.
  • Nach einer Operation sollten Sie so früh wie möglich mit Hilfe eines Krankengymnasten aufstehen und sich unter seiner Anleitung bewegen (sog. Frühmobilisation).
  • Wer Kompressionsverbände oder Antithrombosestrümpfe trägt, verbessert den Abfluss des Bluts aus den Venen der Beine und wirkt somit einem Blutgerinnsel entgegen (z.B. vor und nach Operationen oder nach der Entbindung).
  • Medikamente, die eine Thrombose begünstigen, sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt absetzen, wenn ihr Risiko den Nutzen überwiegt und Alternativen bestehen. Diese Bewertung kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen.
  • Vermeiden Sie allgemeine Risikofaktoren wie Übergewicht.
  • Achten Sie darauf, stets ausreichend zu trinken, wenn Sie Durst verspüren.
  • Achten Sie bei längeren Reisen (z.B. mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn) darauf, sich ausreichend zu bewegen. Durch die Anspannung der Beinmuskeln unterstützen Sie das Blut dabei, aus den Beinvenen abzufließen.
  • Machen Sie Venengymnastik, um Krampfadern vorzubeugen und den Blutfluss zu fördern.
  • Sollten Sie bereits gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, halten Sie sich an die Vorgaben des Arztes und kontrollieren Sie im Falle einer Cumarin-Therapie (z.B. mit dem Wirkstoff Phenprocoumon) regelmäßig Ihre Gerinnungswerte.
  • Wenn Sie an einer Erkrankung der Blutgerinnung leiden, sollten Sie sie behandeln und regelmäßig kontrollieren lassen.

Gerinnungshemmende Medikamente

Einer Lungenembolie beziehungsweise einem Wiederauftreten einer Lungenembolie kann man außerdem mit folgenden gerinnungshemmenden Medikamenten (Antikoagulanzien) vorbeugen:

  • Wirkstoffen wie Heparin, Fondaparinux, Rivaroxaban, Danaparoid oder Dabigatran
  • Blutverdünnern aus der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten, die als Tablette genommen werden können: Cumarintherapie oder orale Antikoagulation (z.B. der Wirkstoff Phenprocoumon). Hierbei ist das Blutungsrisiko zu beachten, da eine unkontrollierte Blutung die Folge sein kann!

Unser Tipp: Denken auch Sie daran, dass es solche Medikamente gibt und besprechen Sie diese sogenannte Thromboseprophylaxe mit Ihrem behandelnden Arzt, falls eine Operation oder ein Krankenhausaufenthalt ansteht oder sonstige Risikofaktoren bei Ihnen vorliegen.

Weiterlesen: Lungenembolie: Weitere Informationen

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