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Lungenembolie

Bildgebende Verfahren

Stand: 9. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Besonders bedeutsam für die Lungenembolie-Diagnostik sind bildgebende Verfahren:

Computertomographie (CT) und Röntgen

Frau bei der Computertomographie

Eine spezielle Art der Computertomographie (CT), die sogenannte Spiral-CT, ist die Methode der ersten Wahl. Dieses Verfahren erfolgt mit Kontrastmittel und stellt die Lungengefäße sehr detailliert dar. Ein anderer Name für diese Technik lautet "CT-Angiographie". Seltener greifen Ärzte alternativ auf die Magnetresonanztomographie (MRT) zurück, um die Gefäße darzustellen (sog. MR-Angiographie). Sie kommt ohne Strahlenbelastung aus, da das Verfahren nicht auf Röntgenstrahlen basiert, sondern mit einer Magnetfeldtechnik arbeitet.

Ärztin hält Röntgenbild einer Lunge vor sich hoch

Eine Röntgenaufnahme der Lunge (Röntgen-Thorax, Thoraxbild) zeigt dreierlei: ob bestimmte Bereiche der Lunge schlechter durchblutet werden, wo sich der Embolus festgesetzt hat und ob das Herz durch rückgestautes Blut und den erhöhten Druck in den Lungengefäßen vergrößert ist. Allerdings ergibt diese Methode lediglich in etwa vier von zehn Fällen verwertbare Hinweise.

Lungenszintigraphie

Die Lungenszintigraphie gehört zu den besonders gut untersuchten Methoden, die zur Lungenembolie-Diagnostik geeignet sind. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten unterscheiden, die mitunter kombiniert zum Einsatz kommen: Perfusionsszintigraphie und Ventilationsuntersuchung. In vielen Fällen erfolgt nur eine sogenannte Perfusionsszintigraphie in Verbindung mit einer Röntgen-Aufnahme des Brustkorbs. Der Arzt kann die Aussagekraft der Untersuchung erhöhen, indem er zusätzlich eine sogenannte Ventilationsuntersuchung anschließt. Ein wesentlicher Vorteil der Lungenszintigraphie: Ein Normalbefund schließt eine Lungenembolie praktisch aus. Liegt ein auffälliger Befund vor, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Lungenembolie besteht. Jede zweite Lungenszintigraphie ergibt allerdings keine verlässliche Aussage. Dann muss der Arzt auf weitere Methoden zurückgreifen, um die Diagnose zu sichern.

Zusammengefasst richtet sich die Lungenembolie-Diagnostik vor allem darauf, Zeichen der Belastung des rechten Herzens zu erkennen, den Embolus darzustellen, einen Anhalt für die gestörte Sauerstoffaufnahme in der Lunge zu finden und den Ursprung der Embolie, meist einen Gefäßverschluss an anderer Stelle des Körpers (Thrombose), zu finden.

Weiterlesen: Lungenembolie: Therapie

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