Startseite > Krankheiten > Lungenembolie > Diagnose
Stand: 9. März 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Lungenembolie beruht die Diagnose auf einer Kombination verschiedener Untersuchungsergebnisse. Im ersten Schritt erkundigt sich der Arzt nach den Beschwerden, untersucht den Patienten und erfragt die Krankengeschichte (Anamnese). Bestimmte Laborwerte können Aufschluss über die Blutgerinnung geben. Herzstromkurve (EKG) und Herzultraschall (Echokardiographie) dienen dazu, einen Eindruck von der Größe des Herzens, den Druckverhältnissen in den Gefäßen sowie über den Blutfluss zu bekommen. Außerdem helfen sie, andere mögliche Ursachen für die Beschwerden wie einen Herzinfarkt oder ein eingerissenes Gefäß (Aortenruptur) auszuschließen.
Bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) können den Gefäßverschluss darstellen, eine Lungenszintigraphie gibt Aufschluss darüber, wie gut die Lunge durchblutet wird. Doch neben der Suche nach dem in die Lunge verschleppten Blutgerinnsel (Embolus) ist es ebenso wichtig, den Ausgangspunkt der Lungenembolie ausfindig zu machen. Da es sich dabei in neun von zehn Fällen um ein Blutgerinnsel (Thrombus) handelt, das eine Becken- oder Beinvene verschlossen hat, erfolgt eine Ultraschalluntersuchung dieser Venen. Ein Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel birgt die Gefahr, dass sich Teile des Gerinnsels lösen und über die Blutbahn in die Lunge verschleppt werden und dort ein Gefäß verschließen und eine Lungenembolie auslösen.
Wenn der Arzt die Krankengeschichte (Anamnese) erhebt, fragt er nach Art und Verlauf der Beschwerden sowie etwaigen Risikofaktoren wie einer in der Vergangenheit bereits vorgekommenen Thrombose oder Lungenembolie. Die körperliche Untersuchung kann wichtige Hinweise auf eine Lungenembolie ergeben und zur Diagnose beitragen: Treten die Venen des Halses stärker hervor, spricht dies dafür, dass sich Blut vom rechten Herzen aus in die Venen zurückstaut. Gleichzeitig staut sich das Blut über die untere Hohlvene in Richtung der Bauchorgane zurück. Dadurch kann die Leber anschwellen. Die Schwellung kann der Arzt bei der körperlichen Untersuchung tasten oder in einer Ultraschalluntersuchung der Leber sehen.
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