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Stand: 15. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Listeriose nimmt bei Menschen mit gesundem Immunsystem meistens einen symptomlosen oder milden Verlauf. Nach einiger Zeit heilt die Infektion mit den ursächlichen Bakterien (Listerien) von selbst aus. Weniger günstig ist die Prognose hauptsächlich bei geschwächter Immunabwehr:
Vor allem während der Schwangerschaft und bei Neugeborenen kann die Listerien-Infektion schwerwiegende Folgen haben. Auch in höherem Alter, bei chronischen Erkrankungen (wie Tumoren, AIDS), nach Organtransplantationen oder während einer Behandlung mit Glukokortikoiden zeigt die Listeriose oft einen schweren Verlauf. Infiziert sich beispielsweise das Ungeborene über die Plazenta mit Listerien, kann es zu einer Fehlgeburt oder Totgeburt kommen. Die Sterblichkeit der Neugeborenen-Listeriose liegt bei bis zu 50 Prozent. Für abwehrgeschwächte Menschen mit kompliziert verlaufender Listeriose ist die Prognose mit einer etwa 30-prozentigen Sterblichkeitsrate ebenfalls sehr ungünstig.
Besonders bei einem geschwächten Immunsystem kann die Listeriose in ihrem Verlauf zu Komplikationen führen: Bei immungeschwächten Menschen kann die Listerien-Infektion beispielsweise mit Blutvergiftung (Sepsis), Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Gehirnentzündung (Enzephalitis) einhergehen.
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