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(Stand: 30. April 2009)

Lissenzephalie ist der Oberbegriff für eine Reihe von Entwicklungsstörungen des Gehirns, die zu schweren Behinderungen bei Neugeborenen führen.

autosomal-rezessiver Erbgang
Autosomal-rezessiver Erbgang bei der Lissenzephalie

Allen Arten gemeinsam ist eine Wanderungsstörung (Migrationsstörung) der Nervenzellen des Gehirns in den ersten ein bis vier Monaten der Entwicklung des Fötus. Die Folge dieser Störung ist eine glatte (gr. lissos) Ausprägung der Oberfläche der Großhirnrinde (Kortex). Die betroffenen Kinder bleiben fast alle auf der Entwicklungsstufe eines Säuglings stehen. Ihre Lebenserwartung ist trotz intensiver Betreuung deutlich verringert. Sie bleiben lebenslang schwere Pflegefälle mit starken intellektuellen und körperlichen Defiziten.

Die Lissenzephalie kann genetisch bedingt sein. Sie kann aber auch durch Vergiftungen, Viruserkrankungen oder Chromosomenschäden entstehen.

Weiterlesen: Lissenzephalie: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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