Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Lippen-Kiefer-­Gaumenspalte (Cheilognathopalato­schisis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (Abk.: LKG-Spalte oder LKGS) ist eine häufige angeborene Fehlbildung der Mundpartie: Jährlich kommen allein in Deutschland etwa 1.500 Kinder mit einer solchen Spalte zur Welt, die man früher – je nach Ausprägung – umgangssprachlich auch als "Hasenscharte" oder "Wolfsrachen" bezeichnete.

Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte entsteht, wenn sich während der embryonalen Entwicklung Teile des Gesichts unvollständig verschließen. Die Ursache für diese gestörte Entwicklung ist nicht genau geklärt. Als wahrscheinlich gilt, dass die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte durch Vererbung entstehen kann; daneben kommen auch äußere Einflüsse als Auslöser von Spaltbildungen infrage – wie:

Die bei der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte vorliegenden Deformierungen von Mund und Nase sind so typische Symptome, dass die Diagnose nach der Geburt leicht ist: Die Lippenspalte ist bei Neugeborenen von außen deutlich zu sehen. Spätestens ab der 20. Schwangerschaftswoche kann man – je nachdem, in welcher Position sich das ungeborene Kind bei der Untersuchung befindet – die Lippenspalte auch im vorgeburtlichen Ultraschall erkennen.

Bei fehlender oder unzureichender Behandlung behindert die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte bei der Nahrungsaufnahme, der Atmung, beim Hören und Sprechen. Zudem ist die seelische Belastung für die betroffenen Kinder und deren Eltern groß.

Dies muss jedoch nicht sein! Denn gegen die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte steht eine zwar langwierige, aber erfolgversprechende Therapie zur Verfügung, an der Ärzte verschiedener Fachrichtungen (z.B. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Kieferorthopäden, Zahnärzte, HNO-Ärzte, Sprachtherapeuten) beteiligt sind.

Gemeinsam können die Ärzte sehr gute ästhetische und funktionelle Ergebnisse erzielen und fast alle Probleme, die mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und ähnlichen Fehlbildungen zusammenhängen, beseitigen. So können die Betroffenen ein normales Leben führen.






Anzeige