Lippen-Kiefer-­Gaumenspalte (Cheilognathopalato­schisis): HNO-Erkrankungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Zu den bei einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte im weiteren Verlauf möglichen Komplikationen gehören verschiedene HNO-Erkrankungen: Häufig treten bei der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte Veränderungen im Mittelohr auf, wie Flüssigkeitsansammlungen und Entzündungen.

Der Grund für diese Komplikationen ist eine zu geringe Belüftung des Mittelohrs durch die Ohrtrompete. Die Funktion der Ohrtrompete ist eingeschränkt, da die Gaumenmuskeln bei einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte unzureichend ausgebildet sind und somit nicht hinreichend wirken und gleichzeitig die Rachenmandel vergrößert ist. Unbehandelt entsteht eine Schwerhörigkeit.

Sprachentwicklung

Durch eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ergeben sich auch Probleme bei der Sprachentwicklung: Für eine korrekte Lautbildung ist ein richtig ausgebildeter Gaumen in Zusammenarbeit mit der Zunge notwendig. Daher wirkt sich eine Fehlbildung in diesem Bereich erschwerend auf die Sprachbildung aus.

Bei einer nur unzureichend behandelten Lippen-Kiefer-Gaumenspalte entwickeln die Betroffenen eine sogenannte Gaumenspaltensprache mit einer näselnden Stimme und Störungen der Aussprache (Artikulation): Die durch eine eingeengte oder verbogene Nasenscheidewand behinderte Nasenatmung beeinträchtigt die Sprache. Darüber hinaus kann die normale Sprachentwicklung beeinträchtigt sein, weil infolge der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte das Hörvermögen eingeschränkt ist.

Zahnentwicklung

Die im Verlauf einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auftretenden Komplikationen umfassen auch eine gestörte Zahnentwicklung: Zahnfehlstellungen infolge einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte betreffen vor allem die äußeren oberen Schneidezähne. Die Zahnpflege ist aufgrund der Fehlstellungen oftmals erschwert.


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