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Lippen-Kiefer- Gaumenspalte (Cheilognathopalato- schisis)ForumKinderkrankheitenDiskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Kinderkrankheiten Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (Cheilognathopalatoschisis)Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (Cheilognathopalatoschisis): TherapieStand: 7. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Wenn ein Baby mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (Cheilognathopalatoschisis) zur Welt kommt, zielt die Therapie darauf ab, noch vor seiner Einschulung ein normales Erscheinungsbild sowie eine normale Atmungs-, Sprech-, Hör- und Kaufunktion herzustellen. Die Behandlung ist zu dem Zeitpunkt jedoch nicht unbedingt abgeschlossen, sondern kann sich über Jahre bis zum Erwachsenenalter erstrecken. Damit die bei einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte eingesetzte Therapie zu einem optimalen Ergebnis führt, ist die Zusammenarbeit von Ärzten verschiedener Fachrichtungen erforderlich. Neben dem Kinderarzt gehören dazu Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, Kieferorthopäden, Zahnärzte, HNO-Ärzte, Sprachtherapeuten (Logopäden) und gegebenenfalls Psychologen und Psychotherapeuten: Bei einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte beginnt die Therapie bereits in den ersten Lebenstagen: Dann nimmt der Arzt einen Abdruck des Kiefers und lässt eine individuelle Gaumenplatte anfertigen, die den Atemweg (Nase) vom Mund trennt. Dies ermöglicht es dem Säugling, trotz der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte weitgehend normal zu trinken, und fördert die korrekte Zungenlage und Zungenfunktion sowie die Wachstumsrichtung des Gaumens. Außerdem untersucht der Arzt das Kind auf andere Fehlbildungen wie Nierenstörungen oder Herzfehler, um diese auszuschließen oder entsprechend zu behandeln. Mit zunehmendem Lebensalter erfolgen dann chirurgische Eingriffe, um die Cheilognathopalatoschisis zu korrigieren. Während der Therapie einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ist es ratsam, das Hörvermögen der betroffenen Kinder regelmäßig zu kontrollieren (durch einen Hörtest). Möglichen Komplikationen kann man zum Beispiel durch Einlage eines Paukenröhrchens oder durch teilweise Entfernung der Rachenmandeln vorbeugen. Um trotz Cheilognathopalatoschisis die richtige Lautbildung und das Sprechen zu erlernen, ist außerdem eine logopädische Behandlung (Sprachtherapie) notwendig. Und zahnärztliche beziehungsweise kieferorthopädische Untersuchungen gewährleisten, dass sich die Zähne richtig ausbilden und eine richtige Zahnpflege erfolgt. Häufig ist für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und deren Eltern auch eine psychologische Therapie notwendig, um mit den psychologischen Belastungen der Spaltbildung fertig zu werden. OperationWenn ein Baby mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (Cheilognathopalatoschisis) ein bestimmtes Alter erreicht hat, beginnt die operative Therapie: Ihr Ziel ist es, die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte in mehreren Operationsschritten zu verschließen. Bei der ersten Operation im Alter von drei bis sechs Lebensmonaten verschließt der Operateur die Lippenspalte, den Oberkiefer und den weichen Gaumen. Die Operation zur Korrektur einer Spalte im harten Gaumen erfolgt, wenn das Kind etwa 12 bis 18 Monate alt ist. Nachfolgend kann die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zur Therapie zusätzlich die eine oder andere Operation notwendig machen – bis in das Erwachsenenalter hinein. Zu diesen möglichen Folgeoperationen bei einer Cheilognathopalatoschisis zählen:
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