Lippen-Kiefer-­Gaumenspalte (Cheilognathopalato­schisis): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Bei einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte gelingt die Diagnose anhand des typischen Erscheinungsbilds der Fehlbildung: Die Lippenspalte ist bei Neugeborenen schon äußerlich zu erkennen. Um eine Spaltbildung ohne Beteiligung der Lippen zu diagnostizieren, ist es dagegen erforderlich, die Mundhöhle des Babys genauer zu untersuchen.

Liegt in der Familie bereits eine Spaltbildung wie die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte vor, besteht in einem gewissen Prozentsatz die Wahrscheinlichkeit, dass diese erneut auftritt. Daher kommt in solchen Fällen bei einer Schwangerschaft der Pränataldiagnostik eine große Bedeutung zu: Mit ihrer Hilfe ist es auch schon vor der Geburt im Ultraschall (Sonographie) spätestens ab der 20. Schwangerschaftswoche möglich, eine Lippenspalte zu diagnostizieren (Voraussetzung ist allerdings, dass sich das Kind während der Untersuchung in einer geeigneten Position befindet).

Ist eine Spaltbildung im Rahmen der Pränataldiagnostik zu erkennen, können Eltern sich frühzeitig umfassend über die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und deren Therapie informieren.


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