Lippen-Kiefer-­Gaumenspalte (Cheilognathopalato­schisis): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. November 2014)

Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (abgekürzt: LKG-Spalte bzw. LKGS) – auch Cheilognathopalatoschisis genannt – ist eine angeborene Fehlbildung der Mundpartie: Wenn sich während des embryonalen Wachstums im Mutterleib die sich ausbildenden Gesichtsteile des Kindes nicht vollständig schließen, bleiben sichtbare Spalten zurück. Diese können einseitig oder beidseitig auftreten, entstehen aber überwiegend linksseitig. Dabei können sie:

  • als Lippen-Kiefer-Gaumenspalte die Lippen, den gesamten Kiefer und den Gaumen gleichzeitig betreffen, aber auch
  • als Lippen-Kiefer-Spalten nur die Lippe und den Kiefer,
  • als Lippenspalte nur die Lippe oder
  • als Gaumenspalte nur den Gaumen.

Früher sprach man im Zusammenhang mit der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte auch – je nach Ausprägung – von einer Hasenscharte oder einem Wolfsrachen. Diese Begriffe gelten jedoch als diskriminierend und sollten daher nicht verwendet werden.

Häufigkeit

Die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte zählt zu den mit größter Häufigkeit auftretenden Fehlbildungen: Rund 1 von 500 Kindern hat bei der Geburt eine Spaltbildung wie die Lippenspalte, die Lippen-Kiefer-Spalte oder die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Jungen sind 1,5-mal häufiger betroffen als Mädchen. Eine reine Gaumenspalte ist seltener und liegt bei 1 von 1.500 Neugeborenen vor.


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