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Lidtumoren

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. August 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Lidtumoren sind Geschwulste der Haut am Augenober- beziehungsweise Augenunterlid. Dies können einerseits gutartige Hauttumoren sein, wie Warzen oder Fettablagerungen, andererseits aber auch bösartige Tumoren des Lids. Der mit Abstand häufigste bösartige Lidtumor ist das Basaliom.

Das Basaliom, in der Fachsprache auch Basalzellkarzinom genannt, befällt aber auch andere Gesichtsbereiche, wie Nase oder Ohrmuschel. Etwa 90 Prozent aller bösartigen Lidtumoren sind Basaliome. Das durchschnittliche Erkrankungsalter für ein Basaliom liegt sowohl bei Frauen als auch bei Männern bei 71 Jahren. Zunehmend erkranken allerdings auch jüngere Menschen an Lidtumoren. Menschen mit einem hellen Hauttyp sind besonders betroffen.

Gutartige Lidtumoren sind neben Warzen oder Fettablagerungen (Xanthelasmen) auch Blutschwämme (Hämangiome) und ein verstärkte Verhornungen der Haut (Hyperkeratosen). Außerdem können an den Lidern Muttermale (Naevi) und Keratoakanthome (knotige Hautgeschwulste) auftreten. Muttermale können unter Umständen entarten und sich zu bösartigen Lidtumoren entwickeln. Zu den gutartigen Hauttumoren am Lid zählt auch das sogenannte Neurofibrom.

Intensive Sonnenbestrahlung fördert die Entstehung von Lidtumoren. Insbesondere Sonnenbrände sollten Sie deshalb vermeiden. Hilfreich sind hier Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor Weitere Ursachen für Lidtumoren können beispielsweise eine chronische Hautschädigung (z.B. Narben) oder genetische Faktoren sein.

Abhängig von der Art des Lidtumors können unterschiedliche Symptome auftreten: Die Hautveränderungen können stark pigmentiert, schmerzhaft oder schmerzlos sein und in andere Strukturen wie die Bindehaut des Auges oder in den Tränengang eindringen. Möglicherweise fallen Wimpern aus und/oder es entstehen harte Knoten am Lid.

Besonders häufig entwickeln sich Lidtumoren an der Innenseite des Lidwinkels sowie am Unterlid.

Die genaue Diagnose von Lidtumoren kann der Arzt häufig schon anhand der sichtbaren Hautveränderungen stellen. Letzte Sicherheit gibt aber erst die Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie). Gerade bei auffälligen Muttermalen spielt die Hautkrebs-Früherkennung eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Behandlung von Lidtumoren.

Die Art des Lidtumors bestimmt, wie die Erkrankung verläuft beziehungsweise welche Behandlung infrage kommt. Manche Tumoren bilden sich von allein zurück (z.B. das Keratoakanthom), andere kann der Arzt mit einer Operation vollständig entfernen. Bei fortgeschrittenen bösartigen Lidtumoren helfen Strahlen- oder eine lokale Chemotherapie, die Lidtumoren zu bekämpfen.



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