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Lichen ruber planus (Knötchenflechte)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Januar 2013)

Lichen ruber planus (Knötchenflechte) ist eine schubartig verlaufende, entzündliche Hautkrankheit, die durch Hautveränderungen und Juckreiz gekennzeichnet ist. Überwiegend tritt der Lichen ruber planus im mittleren Alter (bei 30- bis 60-Jährigen) auf und verschwindet nach längerer Zeit von selbst wieder.

Neben der Haut kann die Knötchenflechte auch die Schleimhaut (Mukosa) befallen – dies bezeichnet man als Lichen ruber mucosae. Ein Lichen ruber planus im Mund betrifft vor allem die Wangenschleimhaut; Lichen ruber planus an den Genitalien betrifft meist die Schleimhäute von Scheideneingang und Eichel des Penis.

Worin genau die Knötchenflechte ihre Ursache hat, ist unbekannt. Vermutlich handelt es sich beim Lichen ruber planus um eine Autoimmunerkrankung.

Typische Anzeichen für den Lichen ruber planus sind einzelne blassblau-rötliche Knötchen (Papeln) auf der Haut, die sich als Folge der Entzündung bilden – entweder überwiegend im Bereich der Handgelenke sowie der Unterschenkel-, Fuß- und Knöchelregion oder ausschlagartig am gesamten Körper. An der Oberfläche der Knötchen befindet sich eine weißliche netzartige Zeichnung (sog. Wickham-Streifen). Die Hautveränderungen jucken unterschiedlich stark. Kratzen oder andere Reize, wie zum Beispiel Infektionen, können die Knötchenflechte verstärken und die Entwicklung von neuen Knötchen auf gesunder Haut auslösen.

Beim Lichen ruber planus der Schleimhäute ist im Bereich der betroffenen Stellen (Läsionen) die typische weißliche netzartige Streifung deutlicher ausgeprägt. Diese Stellen können völlig symptomfrei bis stark schmerzhaft sein. In der Regel verläuft ein Lichen ruber planus der Genital- oder Mundschleimhaut hartnäckiger als eine Knötchenflechte der Haut.

Die gegen einen Lichen ruber planus eingesetzte Therapie besteht meist darin, kortisonhaltige Präparate örtlich anzuwenden, um die Abheilung zu beschleunigen und den Juckreiz zu lindern. Auch andere örtliche Verfahren – wie zum Beispiel die Lichttherapie (Bade-PUVA-Therapie), Kältetherapie (Kryotherapie) oder Lasertherapie – können bei einer Knötchenflechte zur Behandlung zum Einsatz kommen. Die Behandlungsmethoden führen jedoch nicht immer zum Erfolg. In den meisten Fällen aber verschwindet der Lichen ruber planus nach längerem Bestehen von selbst wieder, ohne Spuren zu hinterlassen. Allerdings kann sich aus einem jahrelang bestehenden Lichen ruber planus der Schleimhaut in seltenen Fällen Krebs entwickeln.






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