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Lichen ruber planus (Knötchenflechte)
Lichen ruber planus (Knötchenflechte)Lichen ruber planus (Knötchenflechte): VerlaufStand: 8. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Ein Lichen ruber planus (Knötchenflechte) zeigt häufig einen günstigen Verlauf: Meistens bilden sich die entzündlichen Veränderungen der Haut spontan ohne Behandlung innerhalb von 6 bis 24 Monaten zurück, ohne dass sich Narben bilden. In etwa jedem fünften bis zehnten Fall kann die Hauterkrankung jedoch noch nach Jahren erneut auftreten. KomplikationenDer Lichen ruber planus (Knötchenflechte) kann je nach Form in seinem Verlauf mit Komplikationen verbunden sein. Der starke Juckreiz führt bisweilen dazu, dass die Betroffenen einzelne Knoten (Papeln) aufkratzen. An diesen Stellen entzündet sich die Haut manchmal örtlich, was unter Narbenbildung abheilen kann. Ansonsten heilen die Knötchen in den meisten Fällen narbenlos ab. Bei einem Lichen ruber planus im Bereich des behaarten Kopfs kann die örtliche Entzündung die Haaranlagen (Haarfollikel) zerstören. Im weiteren Verlauf kann sich ein narbig abgeheilter, haarloser Bezirk (vernarbende Alopezie) entwickeln. Auch der Verlust von Nägeln ist in seltenen Fällen als Komplikation der Knötchenflechte möglich. Nur durch eine langjährige, chronische Entzündung im Schleimhautbereich kann sich die schwerwiegendste Komplikation des Lichen ruber planus ergeben: Bei einer Knötchenflechte mit derartigem Verlauf besteht ein erhöhtes Risiko, einen bösartigen Tumor (Karzinom) zu entwickeln. Daher ist es für Betroffene, die im Schleimhautbereich immer wieder offene Stellen haben, ratsam, regelmäßig zu einem Hautarzt oder Zahnarzt gehen. Dieser kann gegebenenfalls eine Gewebeprobe aus einem verdächtigen Hautbereich entnehmen. Weiterlesen: Lichen ruber planus (Knötchenflechte): Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
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