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Leukoplakie

Stand: 30. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Weiße, nicht abwischbare Schleimhautflecken sind das Kennzeichen der Leukoplakie, auch Weißschwielenkrankheit genannt.

Eine Leukoplakie entsteht unter anderem durch eine Verdickung der obersten Schicht der Schleimhaut. Bei einer Leukoplakie besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich aus der Schleimhautveränderung ein bösartiger Tumor, ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom, entwickelt.

Bei der Leukoplakie zeigen sich die typischen Flecken meist in der Mundhöhle – besonders an der Wangenschleimhaut, an Zunge, Gaumen und Mundboden oder an den Lippen. Der Fachbegriff für diese Formen der Leukoplakie lautet Orale Leukoplakie. Auch an anderen Körperregionen kann sich eine Leukoplakie entwickeln. An der Analschleimhaut verwenden Mediziner allerdings nicht mehr den Begriff Leukoplakie sondern (P)AIN für (peri)anale intraepitheliale Neoplasie.

In der ärztlichen Praxis spielt die Leukoplakie der Mundschleimhaut die größte Rolle. Ursachen für die Entwicklung einer Leukoplakie im Mund sind insbesondere dauerhafte mechanische Reizungen, etwa durch schlecht sitzende Zahnprothesen, und chronischer Nikotinkonsum. Liegen keine Ursachen für die Leukoplakie vor, handelt es sich um eine sogenannte idiopathische Leukoplakie. In der Regel verursacht eine Leukoplakie keine Beschwerden, deshalb entdeckt sie der Haus- oder Zahnarzt meist zufällig. Es gibt allerdings auch Formen, die schmerzen oder brennen. Sie sind meist durch eine warzige Oberfläche gekennzeichnet. Solche auch verrukös genannte Leukoplakien bergen ein hohes Risiko, bösartig zu entarten.

Ein Arzt erkennt eine Leukoplakie oft schon, indem er sich die Schleimhautveränderung genau ansieht und abtastet. Um eine Leukoplakie zu diagnostizieren und von anderen Erkrankungen (z.B. Lupus erythematodes) abzugrenzen, kann der Arzt Gewebeproben aus der Schleimhaut entnehmen und diese mikroskopisch untersuchen lassen. Heilt eine Leukoplakie nach Beseitigung der auslösenden Ursache nicht innerhalb weniger Wochen von selbst, entfernt der Arzt die Schleimhautveränderung mit einer kleinen Operation. Da sich häufig neue Leukoplakien bilden, sind regelmäßige Nachkontrollen sinnvoll.

Weiterlesen: Leukoplakie: Definition

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