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Legionellen-Infektion (Legionellose)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Dezember 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Eine Infektion mit Legionellen kann zu einer Atemwegserkrankung mit zwei verschiedenen Krankheitsbildern führen: einer schweren Form mit Lungenentzündung (sog. Legionärskrankheit) und einer milderen Form ohne Lungenentzündung (sog. Pontiac-Fieber.

Auslöser einer Legionellose sind Bakterien der Art Legionella pneumophila. Legionellen kommen in Süßwasser vor und vermehren sich bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Bei Temperaturen über 60 Grad sterben sie relativ schnell ab.

Erkrankungen durch Legionellen kommen weltweit vor und treten sporadisch oder im Rahmen von Ausbrüchen auf – vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten. Eine Legionellen-Infektion wird nicht immer direkt als solche erkannt und deswegen oft erst spät behandelt.

Bei einer Legionellen-Infektion unterscheidet man zwei Krankheitsbilder:

  • die Legionärskrankheit (sog. Legionellen-Pneumonie), die mit Lungenentzündung einhergeht, und
  • das Pontiac-Fieber, bei dem keine Lungenentzündung auftritt.

Daneben kann eine Legionellen-Infektion jedoch auch unbemerkt, also ohne Symptome verlaufen.

Die Legionärskrankheit äußert sich anfangs durch eher allgemeine Symptome, wie

Wenige Stunden später treten folgende Symptome hinzu:

Das sogenannte Pontiac-Fieber verläuft milder als die Legionärskrankheit. Bei dieser Form der Legionellen-Erkrankung treten eher grippeartige Beschwerden auf. Mögliche Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Schmerzen in der Brust
  • trockener Husten

Ein Verdacht auf eine Legionellen-Infektion ergibt sich meist aus den vorhandenen Symptomen und Zusatzinformationen – zum Beispiel ob der Patient zuvor verreist war und in Hotels übernachtet hat. Eine sichere Diagnose lässt sich jedoch erst durch den direkten Nachweis des Erregers stellen.

Die Legionärskrankheit kann bei rechtzeitiger Diagnose gut mit Antibiotika behandelt werden und nimmt dann meist einen guten Verlauf. Die Erkrankung kann jedoch lebensbedrohlichen verlaufen, wobei das Risiko einer ungünstigen Prognose steigt, wenn der allgemeine Gesundheitszustand des Betroffenen zum Zeitpunkt der Infektion ohnehin geschwächt ist.

Das Pontiac-Fieber erfordert keine Behandlung mit Antibiotika. Es heilt in der Regel von selbst aus und hat eine sehr gute Prognose – Todesfälle sind nicht bekannt.

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