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Legionellen-Infektion (Legionellose): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Dezember 2015)

Eine Legionellen-Infektion (Legionellose) entsteht durch eine Infektion mit der Bakterienart Legionella pneumophila. Diese stäbchenförmigen Bakterien leben und vermehren sich vor allem in warmem Süßwasser mit Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Bei Temperaturen über 60 Grad sterben sie relativ schnell ab. Im Wasser vermehren sich die Bakterien dabei selten frei, sondern in der Regel innerhalb von Amöben.

Im Wasser vorhandene Legionellen gefährden die Gesundheit dabei nicht direkt. Eine Infektion kann erst entstehen, wenn die Erreger über zerstäubtes Wasser (Aerosol) durch Einatmen in die Lunge gelangen – beispielsweise

  • beim Duschen,
  • durch Klimaanlagen oder
  • in Whirlpools.

Auch technische Geräte, für deren Betrieb Wasser notwendig ist, können mit Legionellen belastet sein, so zum Beispiel

  • Luftbefeuchter in Arbeits- und Wohnräumen oder
  • Inhalationsgeräte zur Behandlung von Atemwegserkrankungen.

Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist dagegen bislang nicht bekannt.

In der Lunge vermehren sich die Legionellen in speziellen Fresszellen des Immunsystems, den Alveolarmakrophagen. Das sind Fresszellen, die in den Lungenbläschen vorkommen. Obwohl den beiden Formen der Legionellose die gleiche Ursache zugrunde liegt – nämlich eine Infektion mit Bakterien der Art Legionella pneumophila – können zwei verschiedene Krankheitsbilder entstehen: die Legionärskrankheit oder das Pontiac-Fieber.

Inkubationszeit

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung, beträgt

  • bei der Legionärskrankheit zwei bis zehn Tage, im Durchschnitt sechs bis sieben Tage.
  • beim Pontiac-Fieber 5 bis 66 Stunden, im Durchschnitt ein bis zwei Tage.

Risikofaktoren

Ob sich nach einer Legionellen-Infektion Symptome ausbilden, scheint vor allem davon abzuhängen, wie gut der allgemeine Gesundheitszustand des Betroffenen zum Zeitpunkt der Infektion ist. Ein höheres Erkrankungsrisiko besteht für Personengruppen, deren Immunsystem geschwächt ist – das betrifft insbesondere

Ein erhöhtes Risiko besteht aber auch für Menschen,

  • bei denen eine fortwährende Behandlung mit Medikamenten wie Kortison oder TNF-alpha-Hemmern notwendig ist.
  • die übermäßig viel rauchen.
  • die übermäßig viel Alkohol trinken.


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