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Stand: 25. März 2013Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Legionärskrankheit (Legionellose) liegen Infektionen mit Bakterien der Gattung Legionella (Legionella pneumophila) als Ursachen zugrunde. Diese stäbchenförmigen Bakterien verbreiten und vermehren sich vor allem in warmem Süßwasser mit Temperaturen zwischen 20 und 55 Grad. Bei Temperaturen über 60 Grad sterben sie relativ schnell ab.
Im Wasser vorhandene Legionellen gefährden die Gesundheit nicht direkt. Eine Infektion kann erst entstehen, wenn die Erreger über zerstäubtes Wasser (Aerosol) beispielsweise beim Duschen, durch Klimaanlagen oder in Whirlpools oder durch Einatmen der Flüssigkeit über den Nasen-Mund-Rachenraum in die Lunge gelangen. Auch Luftbefeuchter in Arbeits- und Wohnräumen und Inhalatoren in der Medizin können mit Legionellen belastet sein. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist dagegen nicht bekannt.
In der Lunge vermehren sich die Legionellen in den Monozyten, einer bestimmten Art von Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Obwohl den beiden Formen der Legionärskrankheit die gleichen Ursachen zugrunde liegen – nämlich Bakterien der Gattung Legionella – ist der Verlauf unterschiedlich. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung, liegt bei der Legionärskrankheit mit Pneumonie (Lungenentzündung) zwischen zwei und zehn Tagen, beim Pontiac-Fieber (Legionärskrankheit ohne Pneumonie) zwischen ein bis drei Tagen.
Ein großer Anteil der Personen, die sich mit der Legionärskrankheit infizieren, haben ein geschwächtes Immunsystem. Es ist zum Beispiel durch die Einnahme von Medikamenten unterdrückt, welche Betroffene etwa nach Organ- und Knochenmarktransplantationen oder bei einer Chemotherapie einnehmen müssen. Weitere Risikofaktoren für eine Legionellose sind eine lang andauernde Kortison-Behandlung, ein geschwächter Körper nach einer großen Operation, ein hohes Alter, Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum.
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