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Leberzirrhose

Leberzirrhose: Symptome

Stand: 21. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Eine Leberzirrhose ruft verschiedene Symptome hervor, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. In bis zu 25 Prozent der Fälle fehlen sie sogar ganz; dies bezeichnen Mediziner als latente Leberzirrhose. Dagegen ist eine sogenannte manifeste Leberzirrhose durch deutliche Anzeichen der Leberschädigung oder der zugrunde liegenden Erkrankung gekennzeichnet.

Unabhängig davon, was die Leberzirrhose verursacht hat, treten folgende eher allgemeine Symptome auf:

  • Die Betroffenen fühlen sich meist müde und abgeschlagen,
  • sie verspüren ein Druck- oder Völlegefühl im Bereich oberhalb des Bauchnabels (Oberbauch),
  • ihnen ist übel,
  • sie verlieren an Gewicht und
  • sie sind vermindert leistungsfähig.

Weitere charakteristische Symptome einer Leberzirrhose sind die Leberhautzeichen. Dazu gehören:

  • Gefäßspinnen (Spider naevi), die besonders am Oberkörper, Hals und Gesicht auftreten und aus punktartigen Gefäßknötchen bestehen, von denen sich kleine Gefäße wie ein Spinnennetz nach außen ziehen
  • deutlich rot gefärbte Daumen- und Kleinfingerballen (Palmarerythem)
  • auffallend glänzende und gerötete Lippen und Zunge (Lacklippen und Lackzunge)
  • Juckreiz
  • totale Weißfärbung der Nägel (Weißnägel)
  • Geldscheinhaut – die Haut ist sehr dünn und wirkt knittrig, Gefäße zeichnen sich deutlich ab

Hinweis: Diese Symptome deuten nicht zwangsläufig auf eine Leberzirrhose hin – so bilden sich zum Beispiel in etwa der Hälfte aller Schwangerschaften Gefäßspinnen und ein Palmarerythem aus, die meist nach der Schwangerschaft wieder verschwinden. Auch die Geldscheinhaut findet man oft unabhängig von einer Lebererkrankung.

Zusätzliche mögliche Symptome einer Leberzirrhose sind Schmerzen in der Lebergegend und Fieber. Zudem bilden sich vermehrt blaue Flecken und Blutungen – auch eine Wasseransammlung in Beinen (sog. Ödem) oder Bauch (sog. Aszites) ist häufig. Darüber hinaus können bei Männern mit Leberzirrhose wegen hormoneller Störungen Potenzprobleme und ein veränderter männlicher Behaarungstyp auftreten – hierbei entsteht unter anderem eine sogenannte Bauchglatze. Eventuell kann sich die Brustdrüse des Mannes vergrößern (sog. Gynäkomastie). Bei Frauen mit Leberzirrhose treten manchmal Unregelmäßigkeiten bei der Regelblutung auf ( Menstruationsstörungen).

Eine deutliche Verschlechterung der Leberfunktion bei Leberzirrhose zeigt sich durch folgende Symptome:

  • Gelbfärbung des Augenweiß und der Haut (Gelbsucht bzw. Ikterus)
  • gestörte Blutgerinnung
  • starker Gewichtsverlust
  • erhöhter Blutdruck im Leberkreislauf (sog. Pfortaderhochdruck) und dessen Folgen wie Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) oder Milzvergrößerung (Hypersplenie)
  • die hepatische Enzephalopathie, die entsteht, wenn die Leber ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr ausreichend wahrnehmen kann und sich für das Nervengewebe giftige Stoffe in hoher Konzentration im Blut sammeln

Weiterlesen: Leberzirrhose: Diagnose

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