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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
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LebermetastasenLebermetastasen: TherapieStand: 26. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Lebermetastasen-Therapie hängt in erster Linie davon ab, ob nur einzelne (solitäre) Metastasen vorliegen, oder ob die Leber mit vielen (multiplen) Metastasen durchsetzt ist. Es gibt verschiedene Therapieansätze: Eine kurative Therapie verfolgt das Ziel der Heilung, eine palliative Behandlung hingegen soll in erster Linie die Beschwerden mindern, die Lebensqualität des Betroffenen verbessern und die Überlebenszeit verlängern, wenn eine Heilung der Krebserkrankung nicht mehr möglich ist. OperationBei einzelnen Lebermetastasen bietet die Operation eine Aussicht auf Heilung. Der Chirurg entfernt dazu die Lebermetastase vollständig aus dem Lebergewebe. Wenn sich Metastasen auf einzelne Lebersegmente beschränken, ist eine Teilentfernung der Leber (sog. Leberteilresektion) sinnvoll. ChemotherapieDie Medikamente, die bei einer Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung eingesetzt werden, nennt man Zytostatika. Es handelt sich hierbei um Wirkstoffe, die das Wachstum und die Vermehrung von Krebszellen stoppen. Zur palliativen Behandlung von Lebermetastasen, die das Lebergewebe verstreut durchziehen und sich deshalb nicht operativ entfernen lassen, steht die Chemotherapie im Vordergrund. Welches Schema am ehesten geeignet ist – das heißt, welche Zytostatika in welcher Dosis und welchem zeitlichen Abstand verabreicht werden sollen – richtet sich nach dem Ursprungstumor. Die Zytostatika gelangen als Infusion über die Vene in den Körper. In manchen Fällen können die Medikamente aber direkt in die Blutgefäße geleitet werden, welche die Leber versorgen. Sie entfalten ihre Wirkung dann nicht im ganzen Körper (systemisch) sondern vorwiegend im betroffenen Gebiet (regional). Lokale TherapieverfahrenZusätzlich oder alternativ zur Operation kommen bei der Lebermetastasen-Therapie in bestimmten Fällen (z.B. wenn nur wenige Leberherde vorhanden sind) sogenannte lokale Behandlungsverfahren infrage. Auf diese Weise kann man das Tumorgewebe direkt und gezielt bekämpfen und das umliegende gesunde Gewebe weitestgehend schonen. Zu diesen Methoden zählen die Kryotherapie (Vereisung), die interstitielle Laserkoagulation (Hitze durch Laser), die perkutane Ethanol-Injektion (PEI) und die Radio-Frequenz-Ablation (RFA). Weitere BehandlungenWenn Lebermetastasen vorliegen, kann die Gewebekapsel, welche die Leber umgibt, gespannt sein und starke Schmerzen verursachen. Diesen sogenannten Kapselschmerz können Schmerzmittel lindern. Eine sorgfältige und individuell auf den Betroffenen abgestimmte Schmerztherapie ist bei Krebserkrankungen sehr wichtig – insbesondere dann, wenn eine komplette Heilung nicht möglich ist (sog. palliative Therapie). Weiterlesen: Lebermetastasen: Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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