Lebermetastasen: Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (09. Dezember 2014)

Stellt der Arzt Lebermetastasen fest, befinden sich die Betroffenen oft schon in onkologischer Behandlung. Denn Lebermetastasen sind meist ein Zeichen dafür, dass der Krebs bereits fortgeschritten ist.

Bei vielen bösartigen Tumoren treten erst im späten Stadium – wenn sich bereits Metastasen gebildet haben – erste typische Beschwerden auf. Deshalb sind Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen sehr wichtig, um Krebs rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Wer an einem bösartigen Tumor leidet, wird während der Behandlung, und anschließend im Rahmen der Nachsorge, regelmäßig untersucht. Wenn der Verdacht besteht, dass sich Lebermetastasen gebildet haben, sind einige gezielte Untersuchungen ratsam. Dazu zählen:

Wenn der Ursprungstumor (Primärtumor) der Lebermetastasen nicht bekannt ist, sind für die Diagnose verschiedene Untersuchungen nötig. Der Arzt kann den Primärtumor zum Beispiel mittels Darmspiegelung (Koloskopie) finden, weil Darmkrebs eine sehr häufige Ursache von Lebermetastasen ist. Außerdem kann der Arzt aus dem Tumor in der Leber eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen und untersuchen lassen.

CUP-Syndrom

In seltenen Fällen gelingt es nicht, den zugrundeliegenden Tumor zu finden, der die Lebermetastasen verursacht. Mediziner sprechen dann von einem CUP-Syndrom. CUP steht dabei für "cancer of unknown primary" – zu Deutsch: Krebserkrankung mit unbekanntem Primärtumor. Zwei bis vier Prozent aller Krebserkrankten leiden an einem CUP-Syndrom. Die Symptome, Verlauf und Therapie dieser Erkrankung hängen davon ab, wie sich die Metastasen verteilt haben. Ein CUP-Syndrom muss nicht zwingend mit Lebermetastasen verbunden sein. Auch Metastasen in anderen Organen wie der Lunge, im Skelett oder in Lymphknoten können typisch sein.


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