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Leberkrebs (Leberkarzinom)

Leberkrebs (Leberkarzinom): Verlauf

Stand: 29. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Prognose

Je früher Leberkrebs (Leberkarzinom) erkannt wird, desto besser sind Prognose und Heilungschancen. Bei Leberkrebs hängt die Lebenserwartung vor allem von der Anzahl, Größe und Lage der Tumoren sowie der Ausdehnung im Körper ab. Ebenfalls wichtig: Handelt es sich um primären, das heißt ursprünglich von der Leber ausgehenden Krebs, oder um sekundären Leberkrebs, also Lebermetastasen? Wenn bei Leberkrebs eine Operation möglich ist, beträgt die Lebenserwartung bei etwa jedem zweiten Operierten mehr als fünf Jahre – liegt sekundärer Leberkrebs vor, spielt auch eine Rolle, wie die zugrundeliegende Tumorerkrankung verläuft.

In einer Vielzahl der Fälle (bei etwa sieben von zehn Betroffenen) ist die Krebserkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose schon so weit fortgeschritten, dass eine Heilung unwahrscheinlich ist. Hat Leberkrebs bereits Metastasen gestreut (meist in Knochen oder Lunge), verschlechtert dies die Prognose. Ohne Therapie ist bei Leberkrebs die Lebenserwartung deutlich reduziert. Unter einem rein palliativen, also nicht heilenden Ansatz, liegt die mittlere Überlebenszeit zwischen sechs und zwölf Monaten.

Eine rasche Diagnose kann auch bei spät entdecktem Leberkrebs dazu beitragen, die Überlebenschance zu erhöhen und die verbleibende Lebensspanne erträglich und lebenswert zu gestalten.

Nachsorge

Die Leberkrebs-Nachsorge verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:

  1. Ein Wiederauftreten von Leberkrebs frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln (z.B. eine Therapie einleiten).
  2. Etwaige Folgen der Operation und der örtlichen Verfahren sowie Begleiterkrankungen festzustellen, zu therapieren und wenn möglich zu lindern.
  3. Den Betroffenen bei ihren körperlichen, seelischen und sozialen Problemen helfend zur Seite zu stehen.

Einen festen Zeitplan, nach dem bei Leberkrebs Nachsorge-Untersuchungen stattfinden sollten, gibt es nicht. Nach der Operation wird alle sechs Monate eine körperliche Untersuchung, eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs und der Leber sowie eine Bestimmung des Eiweißes AFP (ein sog. Tumormarker) im Blut empfohlen.

Weiterlesen: Leberkrebs (Leberkarzinom): Vorbeugen

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