Leberkrebs (Leberkarzinom): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. März 2016)

Prognose

Je früher Leberkrebs (Leberkarzinom) erkannt wird, desto besser sind Prognose und Heilungschancen. Bei Leberkrebs hängt die Lebenserwartung vor allem von der Anzahl, Größe und Lage der Tumoren sowie der Ausdehnung im Körper ab. Ebenfalls wichtig: Handelt es sich um primären, das heißt ursprünglich von der Leber ausgehenden Krebs, oder um sekundären Leberkrebs, also Lebermetastasen? Wenn bei Leberkrebs eine Operation möglich ist, beträgt die Lebenserwartung bei etwa 20 bis 50 Prozent der Operierten mehr als fünf Jahre – liegt sekundärer Leberkrebs vor, spielt auch eine Rolle, wie die zugrunde liegende Tumorerkrankung verläuft.

In einer Vielzahl der Fälle ist die Krebserkrankung zum Zeitpunkt der Diagnose schon so weit fortgeschritten, dass eine Heilung unwahrscheinlich ist. Hat Leberkrebs bereits Metastasen gestreut (meist in Knochen, Lunge, Nebennieren und Gehirn), verschlechtert dies die Prognose. Ohne Therapie ist bei Leberkrebs die Lebenserwartung deutlich reduziert. Unter einem rein palliativen, also nicht heilenden Ansatz, liegt die mittlere Überlebenszeit zwischen sechs und zwölf Monaten.

Eine rasche Diagnose kann auch bei spät entdecktem Leberkrebs dazu beitragen, die Überlebenschance zu erhöhen und die verbleibende Lebensspanne erträglich und lebenswert zu gestalten.

Nachsorge

Die Leberkrebs-Nachsorge verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:

  1. Ein Wiederauftreten von Leberkrebs frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln (z.B. eine Therapie einleiten).
  2. Etwaige Folgen der Operation und der örtlichen Verfahren sowie Begleiterkrankungen festzustellen, zu therapieren und zu lindern.
  3. Den Betroffenen bei ihren körperlichen, seelischen und sozialen Problemen helfend zur Seite zu stehen.

Der Zeitplan, nach dem bei Leberkrebs Nachsorge-Untersuchungen stattfinden sollten, richtet sich individuell nach dem Krankheitsverlauf und der gewählten Therapie. In der Regel sollten Leberkrebs-Patienten zwei Jahre lang in drei- bis sechsmonatigen Abständen mittels MRT (Magnetresonanztomographie) nachuntersucht werden, um ein Wiederkehren des Tumors (Rezidiv) frühzeitig zu erkennen. Außerdem sind langfristig halbjährliche körperliche Untersuchungen einschließlich Anamnese, Ultraschalluntersuchung des Bauchs und der Leber sowie die Bestimmung des Eiweißes AFP (ein sog. Tumormarker) im Blut sinnvoll.


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