Leberkrebs (Leberkarzinom): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. März 2016)

Die Leberkrebs-Ursachen sind noch nicht endgültig geklärt. Ein Risikofaktor für Leberzellkrebs (hepatozelluläres Karzinom) ist eine dauerhafte Zellschädigung durch Hepatitisviren. Besonders eine Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus kann zu Leberkrebs führen. Das Risiko ist umso höher, je länger die Infektion besteht: Wer schon bei der Geburt mit Hepatitis B infiziert wurde, hat aufgrund der Dauer der Infektion ein höheres Risiko, im Laufe des Lebens an Leberkrebs zu erkranken, als jemand, der sich erst später infiziert. Auch eine chronische Hepatitis-C-Infektion stellt einen Risikofaktor dar.

In den westlichen Industrienationen entwickelt sich primärer Leberkrebs (von der Leber selbst ausgehende bösartige Tumoren) meist bei Menschen, die an einer Leberzirrhose (narbige Leberschrumpfung) leiden. Sie kann als Folge einer Hepatitis oder eines langjährigen übermäßigen Alkoholmissbrauchs entstehen.

Neben diesen Leberkrebs-Ursachen, gibt es noch weitere Punkte, die das Risiko für primären Leberkrebs (z.B. hepatozelluläres Karzinom) erhöhen:

Liegen mehrere Faktoren gleichzeitig vor, steigert dies das Risiko für Leberkrebs deutlich.

Die Ursachen des seltener auftretenden Gallengangskarzinoms (Gallengangskrebs, Cholangiokarzinom) sind ebenfalls nicht vollständig geklärt. Wissenschaftliche Untersuchungen legen nahe, dass einige Erkrankungen als Risikofaktoren infrage kommen:

  • Zysten des Gallengangs (Choledochuszysten),
  • zunächst gutartige Geschwulste der Gallengänge (Adenome),
  • Gallengangssteine,
  • eine seltene chronische Entzündung der Gallenwege (sog. primär sklerosierende Cholangitis, PSC) sowie
  • Lebererkrankungen durch chronische Infektionen mit Parasiten wie Leberegeln (besonders in Ländern wie China und Japan).

Auch Rauchen und ein höheres Lebensalter scheinen das Risiko für Leberzellkrebs und Gallengangskrebs zu erhöhen.


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