Anzeige

Anzeige

Lebensmittelallergie (Nahrungsmittel­allergie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Januar 2016)

© Jupiterimages/AbleStock.com

Nicht selten ist eine Lebensmittelallergie (Nahrungsmittelallergie) dafür verantwortlich, wenn nach dem Essen Beschwerden wie Hautreaktionen, Schnupfen, Asthma, Bauchschmerzen, Durchfall oder Erbrechen auftreten: Bei schätzungsweise bis zu sieben Prozent der Deutschen verursacht der Verzehr bestimmter Lebensmittel so starke Anzeichen einer Allergie, dass eine Behandlung nötig ist.

Die Lebensmittelallergie ist – wie alle Allergien – eine gesteigerte Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Inhaltsstoffe (sog. Allergene): Das Immunsystem reagiert auf diese eigentlich harmlosen Stoffe wie auf Krankheitserreger. Daher ist die Nahrungsmittelallergie nicht gleichzusetzen mit dem allgemeineren Begriff "Nahrungsmittelunverträglichkeit" (Intoleranz): Menschen mit einer Allergie gegen Lebensmittel vertragen zwar deren Verzehr nicht, aber nicht jede Unverträglichkeitsreaktion (wie z.B. bei der Laktoseintoleranz) ist allergisch bedingt.

Häufige Auslöser einer Lebensmittelallergie sind Milchprodukte, Eier, Nüsse, Erdnüsse, Fische und Schalentiere. Dabei können auch verschiedene andere Allergien hinter einer Nahrungsmittelallergie stecken: Dann tritt die allergische Reaktion auf Nahrungsmittel als sogenannte Kreuzallergie auf: Bei einer Pollenallergie kann zum Beispiel der Verzehr von Paprika, Apfel, Ananas oder Nüssen Symptome einer Allergie auslösen. Gleiches gilt bei einer Latexallergie: Betroffene können allergisch auf Lebensmittel reagieren, die vor dem Verkauf mit Latexhandschuhen in Berührung kamen.

Die von einer Lebensmittelallergie verursachten Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen, wobei Alkohol, körperliche Anstrengung und Stress allergische Reaktionen auf Lebensmittel verstärken.

Am häufigsten zeigt sich die Lebensmittelallergie auf der Haut – zum Beispiel durch Hautausschlag, Rötung und Schwellung. Wenn die Atemwege betroffen sind, kann es zu Niesattacken, Schnupfen, Husten und Verschleimung bis hin zu Asthma kommen.
Seltener schwellen bei einer Lebensmittelallergie Lippen, Gaumen oder Zunge an und jucken. Wirkt sich die Nahrungsmittelallergie auf den Magen-Darm-Trakt aus, gehören Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Verstopfung zu den möglichen Beschwerden.
Unbehandelt kann durch eine akute allergische Reaktion ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock entstehen.

Die Therapie einer Lebensmittelallergie besteht vor allem darin, die Allergieauslöser zu meiden (sog. Karenzkost). Um trotzdem eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, ist es wichtig, dass eine allergologisch spezialisierte Ernährungsfachkraft diese Diät begleitet. Zudem ist es für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie ratsam, immer ein Notfall-Set mit sich zu tragen, damit sie bei einer akuten allergischen Reaktion schnell handeln und so Komplikationen vermeiden können. Das Notfall-Set sollte Folgendes enthalten:



Apotheken-Notdienst

Anzeige