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Latexallergie: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Juni 2014)

Bei Verdacht auf eine Latexallergie sind zur Diagnose zunächst Informationen dazu wichtig, ob vielleicht ein erhöhtes Risiko für eine Allergie gegen Latex besteht: Als Risikogruppen gelten zum Beispiel medizinisches Personal, Friseure, Gärtner und Reinigungskräfte sowie Menschen mit Neurodermitis oder häufigen Operationen.

Die Verdachtsdiagnose auf eine Latexallergie ergibt sich vor allem, wenn besonders bei Kontakt zu latexhaltigen Materialien Symptome einer Allergie auftreten – also zum Beispiel bei Überempfindlichkeitsreaktionen auf Gummihandschuhe, angeschwollene Lippen nach dem Aufblasen eines Luftballons oder Schwellungen und Juckreiz nach Verwendung von Kondomen. Aber auch Beschwerden nach dem Verzehr von bestimmten Früchten (z.B. Bananen, Kiwis, Avocados) können auf eine bestehende Überempfindlichkeit gegen Latex hinweisen.

Um die Latexallergie sicher zu diagnostizieren, ist der sogenannte Prick-Test geeignet: Dieser Allergietest besteht darin, auf die Haut des Unterarms oder des oberen Rückens standardisierte Naturlatex-Testextrakte, Naturlatexmilch oder Extrakte aus naturlatexhaltigen, gepuderten, medizinischen Handschuhen zu tropfen und die Hautstelle unter dem Tropfen mit einer Nadel, der Prick-Lanzette, anzuritzen. Nach 15 bis 20 Minuten tritt im Fall einer Latexallergie eine Rötung und Schwellung an der getesteten Stelle auf.

Daneben besteht die Möglichkeit, das Blut im sogenannten RAST-Test auf spezifische Ig-Antikörper gegen Naturlatex zu untersuchen, um eine Latexallergie festzustellen. Allerdings sind diese Antikörper trotz einer Allergie nicht immer nachweisbar. Darum ist der RAST-Test weniger empfindlich und somit weniger aussagekräftig als der Prick-Test.

Stattdessen können bei der Latexallergie auch verschiedene Provokationstests dazu beitragen, die Diagnose zu stellen: Beispiele hierfür sind der 20-minütige Tragetest mit einem latexhaltigen angefeuchteten Fingerling, der Epikutan-Test mit latexhaltigem Handschuhmaterial auf dem Handrücken und gegebenenfalls ein Test mit Latextestlösung auf Nasen- oder Lungenschleimhaut. Da diese Tests jedoch starke allergische Reaktionen auslösen können, ist es wichtig, diese Diagnostik nur unter geeigneten Sicherheitsvorkehrungen und mit einer ausreichenden Nachbeobachtungszeit einzusetzen.






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