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Lassa-Fieber

Stand: 30. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Das Lassa-Fieber ist eine in Westafrika verbreitete Viruserkrankung, die anfangs grippeähnlich verläuft und später mit inneren Blutungen verbunden (= hämorrhagisch) sein kann. Eine Ansteckung ist mit entsprechenden Hygienemaßnahmen vermeidbar.

Eine durch Viren bedingte Infektion wie das Lassa-Fieber, die mit Fieber und inneren Blutungen einhergeht, bezeichnet man auch als virales hämorrhagisches Fieber. Derartige virale Infektionskrankheiten sind meldepflichtige Krankheiten. Zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber gehören beispielsweise auch das Gelbfieber, die Marburg-Virus-Infektion, das Dengue-Fieber und Ebola.

Voraussetzungen für die Ansteckung mit dem Lassa-Fieber sind mangelnde hygienische Bedingungen: Die Übertragung der für das Lassa-Fieber verantwortlichen Lassa-Viren kann durch Kot oder Urin infizierter Ratten sowie durch engen Kontakt mit Betroffenen beziehungsweise über deren Ausscheidungen oder deren Blut erfolgen. In Westafrika kommt es zu etwa 100.000 bis 300.000 Fällen von Lassa-Fieber pro Jahr. In Deutschland gab es seit 1969 nur vereinzelt (eingeschleppte) Fälle.

Wer sich mit dem Lassa-Virus infiziert, hat gute Chancen, dass sich kaum oder nur leichte Symptome entwickeln: Zu inneren Blutungen kommt es beim Lassa-Fieber nur in einem Teil der Fälle. Typischerweise entwickeln sich 6 bis 21 Tage nach der Infektion ansteigendes Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Es folgen trockener Husten, Halsschmerzen, Brustschmerzen und Bauchkrämpfe.

Um eine schnelle Diagnose und nachfolgende Behandlung des Lassa-Fiebers zu gewährleisten, ist es ratsam, schon beim ersten Verdacht auf ein Lassa-Fieber Blutproben zu entnehmen: Hierin lassen sich die Lassa-Viren oder spezifische Antikörper nachweisen. Je nachdem, wie gut die medizinische Versorgung ist, verläuft das Lassa-Fieber trotz Krankenhausbehandlung in 10 bis 20 Prozent der Fälle tödlich, bei schwangeren Frauen in 50 Prozent. Eine frühzeitige Therapie mit Ribavirin (v.a. über die Vene verabreicht) kann die Sterblichkeit gering halten. Eine Impfung gegen Lassa-Fieber ist derzeit nicht verfügbar. Eine Infektion ist aber vermeidbar, indem man im Verbreitungsgebiet der Infektionskrankheit Kontakt mit Ratten und erkrankten Menschen vermeidet und allgemein auf Hygiene achtet.

Weiterlesen: Lassa-Fieber: Definition

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